Das Plättchen-Endothelzell-Adhäsionsmolekül (PECAM-1) ist im Gefäßendothel vorhanden und spielt eine wichtige Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen. Mehrere aktuelle Studien haben über Assoziationen zwischen PECAM-1 und bestimmten Subtypen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVDs) berichtet. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um die kausalen Auswirkungen von PECAM-1 auf CVDs zu klären.
Um festzustellen, ob PECAM-1 und CVDs kausal verbunden sind, führten die Autoren dieses Artikels eine Zwei-Stichproben-Mendelsche-Randomisierungsstudie (TSMR) durch.
Mit PECAM-1 verbundene Einzelnukleotidpolymorphismen (SNPs) wurden als instrumentelle Varianten (IVs) verwendet, um die kausalen Auswirkungen von PECAM-1 auf CVDs abzuschätzen. Sechs SNPs wurden in die TSMR-Studie aufgenommen. Die primäre Analyse erfolgte mit der invers-varianzgewichteten Methode (IVW). Zur Bestätigung der ersten Ergebnisse wurden mehrere ergänzende Analysen und Pleiotropieanalysen durchgeführt.
In der IVW-Analyse waren höhere genetisch vorhergesagte PECAM-1-Werte mit einem geringeren Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) verbunden (OR 0,835; CI 0,757–0,92; P = 3 × 10?4) und Myokardinfarkt (MI) (OR 0,79; CI 0,709–0,881; P = 2,03 × 10?5).
Die Ergebnisse bestätigten, dass erhöhte PECAM-1-Werte das CAD- und MI-Risiko senken können. Diese Ergebnisse bestätigen die kausale Wirkung von PECAM-1 auf kardiovaskuläre Erkrankungen und können weitere Untersuchungen des Mechanismus von PECAM-1 bei der Pathogenese von kardiovaskulären Erkrankungen erleichtern.
https://www.scienceopen.com/hosted-document?doi=10.15212/CVIA.2024.0032
