Zum Inhalt springen
Home » Nanofiltration deckt Mikroplastik auf

Nanofiltration deckt Mikroplastik auf

Eine neue Studie enthüllt die Bioaktivität von Mikroplastik im Ontariosee mithilfe modernster Nanomembran-Filtertechnologie. Die Forscher fanden heraus, dass alle Proben Mikroplastik im Bereich zwischen 8 und 20 µm enthielten. Die Studie zeigt unterschiedliche Bioaktivitätsniveaus, wie etwa die Aktivität des Aryl-Hydrocarbon-Rezeptors (AhR) und die IL-6-Werte, was auf potenzielle Gesundheitsrisiken hinweist. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit weiterer Forschung, um die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu verstehen. Dieser bahnbrechende Ansatz bietet neue Erkenntnisse zur Bewältigung der Herausforderungen, die durch die Mikroplastikverschmutzung entstehen.

Mikroplastik ist ein bedeutender Schadstoff, der in Ökosystemen weltweit vorkommt, darunter in Ozeanen, Seen und Flüssen. Diese Partikel stellen aufgrund ihrer Persistenz und komplexen Zusammensetzung, die verschiedene giftige Chemikalien enthält, potenzielle Gesundheitsrisiken dar. Frühere Forschungen haben die weit verbreitete Präsenz von Mikroplastik und ihre potenziellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hervorgehoben. Aufgrund dieser Herausforderungen ist es von entscheidender Bedeutung, eingehende Studien zur Bioaktivität von Mikroplastik in Umweltproben durchzuführen, um ihre Gesundheitsrisiken einzuschätzen.

Eine vom University of Rochester Medical Center durchgeführte und am 29. Mai 2024 in Eco-Environment & Health veröffentlichte Studie (DOI: 10.1016/j.eehl.2024.05.004) untersucht die Bioaktivität von Mikroplastik im Ontariosee mithilfe der Siliziumnitrid-Nanomembrantechnologie. Die Forscher isolierten Partikel zwischen 8 und 20 µm aus Wasserproben, die zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten gesammelt wurden. Durch die Analyse der Zelllebensfähigkeit, der Aktivität des Aryl-Hydrocarbon-Rezeptors (AhR) und der IL-6-Werte soll die Studie Erkenntnisse über die potenziellen Gesundheitsrisiken durch Mikroplastik liefern. Die Studie nutzte eine innovative Nanomembran-Filtertechnologie, um mikroplastikhaltige Partikel aus dem Ontariosee zu isolieren und zu analysieren. Die Forscher sammelten zu verschiedenen Zeiten an vier Orten Proben und verwendeten Siliziumnitrid-Nanomembranfilter, um Partikel zwischen 8 und 20 µm zu isolieren. Die Nilrot-Färbung bestätigte das Vorhandensein von Mikroplastik in allen Proben. Zellbasierte Tests untersuchten die Zelllebensfähigkeit, die AhR-Aktivität und die IL-6-Werte und zeigten, dass Mikroplastik zwar konstant vorhanden war, seine Bioaktivität jedoch im Laufe der Zeit variierte. Die isolierten Trümmer zeigten keinen Einfluss auf die Zelllebensfähigkeit, was auf eine fehlende Zytotoxizität hindeutet. Schwankungen in der AhR-Aktivität und den IL-6-Werten deuten jedoch darauf hin, dass die Bioaktivität von Mikroplastik von seinen physikochemischen Eigenschaften abhängt. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer umfangreicheren Probenentnahme, um die Mikroplastik-Bioaktivität vollständig zu charakterisieren und den Einfluss der Probeneigenschaften zu verstehen.