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Risiko für Long-Covid im Verlauf der Pandemie gesunken

Seit Beginn der Pandemie widmet sich Al-Aly der Analyse von Long COVID mit dem Ziel, der Öffentlichkeit zu helfen, fundierte Gesundheitsentscheidungen zu treffen; Wissenschaftler dabei zu unterstützen, forschungsgestützte Empfehlungen zur Prävention und Behandlung auszuarbeiten; und Politikern zu ermöglichen, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Finanzierung und der öffentlichen Politik zu treffen. Al-Alys neueste Studie baut auf dieser Arbeit auf, indem sie die Varianten und die allgemeine Entwicklung des Virus untersucht.

Zu diesem Zweck analysierten Al-Aly und sein Team Millionen anonymisierter Krankenakten in einer Datenbank des US-Veteranenministeriums, dem größten integrierten Gesundheitssystem des Landes. Die Studie umfasste 441.583 Veteranen mit SARS-CoV-2-Infektionen und mehr als 4,7 Millionen nicht infizierte Veteranen vom 1. März 2020 bis zum 31. Januar 2022.

Zu den Patienten gehörten Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Rasse und unterschiedlichen Geschlechts. Durch statistische Modelle wurde eine gleichberechtigte Vertretung sichergestellt.

Die Forscher teilten die Veteranen in fünf Gruppen ein: ungeimpfte COVID-19-Patienten, die sich 2020 mit der ursprünglichen Variante infiziert hatten, 2021 mit der Delta-Variante und 2022 mit der Omikron-Variante. Die anderen beiden Gruppen umfassten geimpfte Personen, die die Delta-Variante hatten, und geimpfte Personen mit Omikron. Solange die ursprüngliche Variante im Umlauf war, gab es keine Impfstoffe.

Das Team schätzte die Long-COVID-Raten ein Jahr nach der Infektion für jede der fünf Gruppen.

Wenig überraschend sei die Long-COVID-Rate unter den Infizierten mit der ursprünglichen Variante am höchsten, sagte Al-Aly. Bei 10,4 Prozent der Betroffenen entwickelte sich aus der Infektion eine Long-COVID-Infektion.

Dieser Anteil sank während der Delta-Ära in den ungeimpften Gruppen auf 9,5 % und während der Omikron-Ära auf 7,7 %.

Unter den Geimpften lag die Long-COVID-Rate während der Delta-Variante bei 5,3 % und während der Omikron-Variante bei 3,5 %.


https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2403211