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Cyberangriff auf das globale Gesundheitssystem

Cyber-Attacken auf das Gesundheitssystem weltweit seit Beginn des Jahres 2024:

Seit Beginn des Jahres 2024 haben Cyber-Attacken auf das Gesundheitssystem weltweit zugenommen. Diese Angriffe haben zu massiven Ausfällen und Datenverlusten geführt, was die Patientenversorgung und die Sicherheit sensibler Daten gefährdet.

Deutschland

In Deutschland haben sich die Cyber-Attacken auf Krankenhäuser und Arztpraxen vervielfacht. Im Februar 2024 fiel das Caritas-Klinikum Dominikus in Berlin-Reinickendorf einem Cyber-Angriff zum Opfer, was zu einem vollständigen IT-Systemausfall führte[1]. Im selben Monat wurden auch das Dreifaltigkeits-Hospital in Lippstadt und die zugehörigen Krankenhäuser in Erwitte und Geseke angegriffen, was zu einer längeren Zeit der Patientenaufnahmestopps führte[1]. Weitere Angriffe erfolgten im März 2024 auf Krankenhäuser in Ansbach, Erlangen und Engelthal[1].

Die Universitätsklinik Frankfurt am Main musste nach einem erfolgreichen Hackerangriff im Oktober 2023 ihr gesamtes IT-System neu aufbauen. Dieser Prozess wird noch Monate dauern[1]. Im Juni 2023 fiel das Klinikum Bremen-Ost einem Cyber-Angriff zum Opfer, bei dem etwa 700.000 Patientendaten gestohlen wurden[1].

Andere Länder

Auch in anderen Ländern haben Cyber-Attacken auf das Gesundheitssystem zugenommen. Diese Angriffe haben oft zu massiven Ausfällen und Datenverlusten geführt, was die Patientenversorgung und die Sicherheit sensibler Daten gefährdet.

Gründe für die Angriffe

Die Hauptgründe für diese Angriffe liegen in der hohen Wertigkeit der gestohlenen Daten und der Möglichkeit, Lösegeld zu erpressen. Die zentrale Sammlung sensibler Informationen an einem Ort macht es für Cyberkriminelle leichter, diese Daten zu stehlen oder zu verschlüsseln und Lösegeld zu fordern[1].

Gegenmaßnahmen

Um diese Angriffe zu verhindern, müssen die Sicherheitsmaßnahmen in Krankenhäusern und Arztpraxen drastisch verbessert werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Studien durchgeführt, um die IT-Sicherheit in Arztpraxen zu verbessern[2]. Es ist wichtig, dass alle Akteure im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, um die Digitalisierung des Gesundheitswesens weiter voranzutreiben und die Cybersicherheit zu erhöhen[2].

Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten sind besorgniserregend. Die Cyber-Attacken auf das Gesundheitssystem werden weiter zunehmen, wenn keine drastischen Maßnahmen ergriffen werden. Es ist wichtig, dass Krankenhäuser und Arztpraxen ihre Sicherheitsmaßnahmen verbessern und sich auf zukünftige Angriffe vorbereiten[3].

Quellen:


[1] Schöne neue Welt https://www.fr.de/panorama/schoene-neue-welt-92824317.html
[2] Cybersicherheit in Arztpraxen https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2024/240322_Projekte-Arztpraxen.html
[3] Hackerangriffe auf Kliniken: „Nur eine Frage der Zeit“ https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/cybersicherheit-krankenhaeuser-100.html