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Leukämie kann während der Entwicklung des Fötus entstehen

Ein Forscherteam des Instituts für Onkologie der Universität Oviedo (IUOPA), des Josep Carreras Leukämieforschungsinstituts, der Universität Barcelona und des Zentrums für biomedizinische Krebsforschung (CIBERONC) hat nachgewiesen, dass einige Leukämieerkrankungen im Kindesalter ihren Ursprung während der Embryonalentwicklung haben, sich jedoch erst einige Monate nach der Geburt manifestieren.

Akute myeloische Leukämie ist die zweithäufigste Art akuter Leukämie im Kindesalter und kann innerhalb weniger Lebensmonate diagnostiziert werden. Der frühe Ausbruch der Krankheit hatte den Verdacht geweckt, dass der Tumor einen vorgeburtlichen Ursprung haben könnte. Der Beweis dieser Theorie erwies sich jedoch als schwierig, da keine pränatalen oder Geburtsproben zur Verfügung standen.

Die Studie ergab, dass in einigen hämatopoetischen Stammzellen der Nabelschnur bereits eine Translokation zwischen Chromosom 7 und 12 vorhanden war. Die andere Chromosomenveränderung, eine Trisomie des Chromosoms 19, war dagegen beim Fötus nicht vorhanden, wurde jedoch in allen Tumorzellen gefunden, was darauf hindeutet, dass sie zur Steigerung der Bösartigkeit der Leukämiezellen beiträgt. „Diese Daten sind für das Verständnis der Entwicklung einer verheerenden Krankheit von großer Bedeutung, und die Existenz dieser Nabelschnurprobe war entscheidend, um eine Studie durchführen zu können, die bei akuter myeloischer Leukämie bisher nicht möglich war“, ergänzt Talía Velasco, Forscherin am Josep Carreras Institut und der Universität Barcelona und Co-Leiterin der Studie.


https://www.nature.com/articles/s41375-024-02293-9