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Analytica 2026: Finales Fazit

Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Nachhaltigkeit haben die analytica 2026 in München dominiert. Die Weltleitmesse für Labor-, Analysen- und Biotechnik zog vom 24. bis 27. März mehr als 1.100 Aussteller aus aller Welt sowie Zehntausende Fachbesucher in die fünf Hallen der Messe München. Auf rund 55.000 Quadratmetern präsentierten die Unternehmen Innovationen für das smarte, digitale und ressourcenschonende Labor der Zukunft.

Highlights der Messe

Besonders gefragt waren Lösungen zur Laborautomatisierung, Robotik und KI-gestützten Prozessen. Zu den Exponaten zählten handliche Asbest-Scanner, forensische DNA-Kits, neue Massenspektrometer für die Entwicklung von Gentherapien sowie zahlreiche Weltpremieren von Herstellern wie Thermo Fisher, Mettler-Toledo, Knauer oder Waldner. Neun Weltpremieren wurden von den Ausstellern angekündigt.

Die Sonderschau „Live Lab“ in Halle B2 ermöglichte es Besuchern, Standardverfahren und spezielle Methoden in einer realen Laborzeile live zu erleben – von der Probenvorbereitung bis zur Analyse. Ergänzt wurde das Angebot durch die Sonderschau „Digital Transformation“ in Halle B2, in der sechs Use Cases und interaktive Exponate zeigten, wie sich Geräte verschiedener Hersteller zu durchgängigen digitalen Workflows verbinden lassen. Besucher konnten typische Analyseprozesse wie die Untersuchung von Trinkwasser oder Aromen praxisnah testen.

Die begleitende analytica conference im Internationalen Congress Center (ICM) bot an drei Tagen rund 190 Vorträge und über 140 Poster. Schwerpunkte lagen auf Künstlicher Intelligenz in der Lebensmittelanalyse, Spektroskopie, Chromatographie, Metabolomik, Organoid-Forschung, Wasseralyse und Lebensmittelsicherheit. Highlights waren die Keynote-Session „The Future of Biology in a Dish“ zu Organoiden mit Dr. Kai Kretzschmar und Dr. Merle Fuchs sowie die Podiumsdiskussion „7 Ways to Run Successful AI Initiatives“ mit Keynote-Speakerin Marcelina Dutkiewicz. Weitere Themen umfassten „Green Analytical Labs of the Future“, Research Data Management und eine Diskussion zur Gleichstellung in der Labor- und Analytikbranche. Preise wie der Bunsen-Kirchhoff-Award würdigten herausragende Nachwuchswissenschaftler.

Zitat der Messeleitung

„Künstliche Intelligenz und die digitale Transformation prägen die analytica 2026“, betonte Exhibition Director Susanne Grödl. Die Messe zeige nicht nur neue Geräte, sondern begleite die Branche aktiv auf dem Weg zum autonomen, nachhaltigen Labor. Nachhaltigkeit spielte quer durch die Veranstaltung eine große Rolle – von energieeffizienten Instrumenten bis zu „Green Lab“-Konzepte.

Fazit

Die analytica 2026 hat den rasanten Wandel der Laborwelt eindrucksvoll sichtbar gemacht: weg von manuellen Prozessen hin zu intelligenter, vernetzter und ressourcenschonender Analytik. Als internationale Plattform unterstreicht sie Münchens Position als globalen Hotspot für Labor- und Biotechnologie und liefert der Branche konkrete Impulse für effizientere und zukunftsfähige Arbeitsweisen. Die nächste analytica findet 2028 statt.

Symbolbild. Credits:
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