Ein Bluttest auf das Protein p-tau217 kann vorhersagen, wann bei Menschen mit Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn erste Symptome auftreten. Ein US-Forschungsteam hat einen sogenannten Alzheimer-„Clock“ entwickelt, der das Alter des ersten Anstiegs von p-tau217 mit dem Beginn der Erkrankung in Verbindung bringt.
Das Modell basiert auf wiederholten Blutuntersuchungen von 603 älteren Personen. Es prognostiziert das Alter, in dem erhöhte p-tau217-Werte erstmals auftreten, mit einer mittleren Abweichung von drei bis vier Jahren zum tatsächlichen Symptombeginn. Je älter die Betroffenen sind, desto kürzer ist der Zeitraum bis zum Ausbruch: Bei einem Anstieg im Alter von 60 Jahren vergehen etwa 20 Jahre, bei einem Anstieg mit 80 Jahren nur noch etwa elf Jahre.
Die Ergebnisse wurden am 19. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht. Die Forscher um Suzanne Schindler von der Washington University in St. Louis sehen darin einen Fortschritt für die Auswahl von Teilnehmern an klinischen Studien zur Prävention von Alzheimer. Langfristig könnte der Test Ärzten und Patienten bei der Planung von Therapien helfen.
Der Test ist derzeit nicht für kognitiv gesunde Personen empfohlen und eignet sich nicht als alleiniges Diagnoseinstrument. Die Studie wurde vom National Institute on Aging der US-National Institutes of Health sowie weiteren Partnern gefördert.


