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Freenome stellt erste Daten zu multiomischem Bluttest für Lungenkrebs-Früherkennung vor

Das US-Unternehmen Freenome Holdings hat erste Entwicklungsdaten für einen investigativen Bluttest zur Lungenkrebs-Früherkennung veröffentlicht. Der multiomische Ansatz kombiniert DNA-Methylierungsanalysen mit Protein-Markern und soll Hochrisikopersonen (Erwachsene zwischen 50 und 80 Jahren mit hohem Raucheranteil) besser erreichen.

Die Daten stammen aus einer Studie zur Optimierung des Tests. Ein KI/ML-Klassifikator wurde an Gewebeproben (n=136) und Plasmaproben (n=6.716) trainiert. Die Leistung wurde in 673 Plasmaproben geprüft, darunter 363 Lungenkrebsfälle aller Stadien und 310 krebsnegative Kontrollen.

Der Test erreichte eine adjustierte Sensitivität von 90,7 Prozent bei 50 Prozent Spezifität und 80,4 Prozent bei 75 Prozent Spezifität. Eine reine Methylierungsvariante lag bei 85,8 beziehungsweise 78,2 Prozent. Der multiomische Ansatz erkannte alle untersuchten Subtypen (Adenokarzinom, Plattenepithelkarzinom und kleinzelliges Lungenkarzinom) sowie alle Krankheitsstadien, einschließlich einer adjustierten Sensitivität von 77,1 Prozent für Stadium I bei 50 Prozent Spezifität.

Derzeit werden weniger als 20 Prozent der berechtigten Hochrisikopersonen auf Lungenkrebs untersucht. Ein Bluttest könnte die Teilnahmerate deutlich erhöhen. Freenome entwickelt eine flexible Multi-Krebs-Plattform, die auf einem einzigen Blutabzug und gemeinsamen Assays basiert. Maschinelles und tiefes Lernen optimieren die Genauigkeit für verschiedene Krebsarten.

Die Daten werden auf dem AACR Annual Meeting im April in San Diego präsentiert (Abstract 1107). Freenome plant eine größere Validierungsstudie in einer unabhängigen Kohorte.

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