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Deportationen: USA verhaften rund  1.300 Menschen pro Tag

Die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) verhaftet derzeit täglich etwa 1.000 bis 1.300 Personen wegen Verstoßes gegen das Einwanderungsrecht, um diese in Abschiebehaft zu nehmen und auf Deportation vorzubereiten. Dies ergibt sich aus den neuesten verfügbaren Daten von unabhängigen Analysen und offiziellen Quellen (Stand Anfang bis Mitte Februar 2026; März-Daten liegen noch nicht vollständig vor).

Laut dem Transactional Records Access Clearinghouse (TRAC) der Syracuse University wurden im Januar 2026 allein 36.099 Personen direkt von ICE verhaftet (zzgl. 3.595 von CBP überstellte Fälle), was einem Durchschnitt von etwa 1.165 Verhaftungen pro Tag entspricht. Analysen von Substack-Autor Austin Kocher zeigen für Januar einen Höchstwert von 1.280 täglichen ICE-Verhaftungen, der im Februar (erste Woche) auf ca. 1.020 pro Tag zurückging – immer noch deutlich über den Vorjahreswerten.

Im Vergleich:

  • Unter der Biden-Administration (2024) lagen die täglichen Interior-Arrests meist bei 300–400.
  • In den ersten Monaten der zweiten Trump-Amtszeit (2025) stieg der Durchschnitt auf 746–821 pro Tag (Deportation Data Project / Reuters / CU Boulder-Analyse bis Oktober 2025).
  • Die Zielvorgabe der Administration lag zeitweise bei mindestens 3.000 täglichen Interior-Arrests (nicht nur Grenze), wurde aber nicht erreicht; reale Werte pendeln derzeit bei 1.000+.

Die tatsächlichen Abschiebungen (Removals) liegen niedriger als die Verhaftungszahlen, da viele Fälle gerichtliche Prüfungen (Asyl, Haftprüfung) durchlaufen oder an Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Detentionszahlen erreichten im Januar/Februar 2026 Rekordwerte von über 70.000 (aktuell ca. 68.000–69.000 Stand 7.–25. Februar), wobei rund 73–74 % der Inhaftierten keine kriminelle Verurteilung haben (meist nur Einwanderungsverstöße oder geringfügige Delikte wie Verkehrsvergehen).

Offizielle DHS/ICE-Mitteilungen betonen weiterhin Fokus auf „criminal illegal aliens“ (z. B. MS-13-Mitglieder, Sexualstraftäter), geben aber keine exakten täglichen Gesamtzahlen für März heraus. Kritiker (z. B. Brennan Center, American Immigration Council) weisen darauf hin, dass der Anteil Nicht-Krimineller stark gestiegen ist und Kapazitäten trotz massiver Budgeterhöhungen (Ziel: >100.000 Betten) überlastet sind.

Die Zahlen schwanken regional und je nach Operationen (z. B. Razzien, Worksiteraids, Collateral Arrests). Für präzise März-2026-Daten werden aktuelle Updates von TRAC, DHS oder Deportation Data Project erwartet. Die Massenabschiebungskampagne bleibt eines der zentralen Themen der laufenden Administration.

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