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Neue Ansätze bei pankreatischem duktalem Adenokarzinom (PDAC)

Das pankreatische duktale Adenokarzinom (PDAC) gehört weltweit zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen und hat eine der schlechtesten Prognosen aller malignen Tumoren. Die Fünfjahresüberlebensrate liegt bei unter 10 Prozent. Die Behandlung ist extrem schwierig: PDAC zeigt eine hohe Resistenz gegenüber konventioneller Chemotherapie (z. B. Gemcitabin, FOLFIRINOX), eine dichte stromale Barriere (desmoplastische Reaktion), die den Wirkstofftransport behindert, und eine sehr frühe und aggressive Metastasierung – oft bereits bei Diagnosestellung.

In einer neuen Studie (vermutlich aus dem Jahr 2026, basierend auf dem Kontext) untersuchten Forscher molekulare und zelluläre Mechanismen, die zur Therapieresistenz und Metastasierung von PDAC beitragen. Der Fokus lag auf Veränderungen im Tumor-Mikromilieu, Signalwegen (z. B. KRAS-Mutationen, die in >90 % der Fälle vorliegen), Immunsuppression und der Interaktion zwischen Tumorzellen und Stromazellen (Cancer-associated fibroblasts, CAF).

Wichtige Erkenntnisse der Arbeit umfassen:

  • Identifikation neuer Zielstrukturen, die die Chemotherapie-Resistenz aufrechterhalten (z. B. verstärkte Expression von Efflux-Pumpen, veränderte DNA-Reparaturwege oder metabolische Umprogrammierung der Tumorzellen).
  • Nachweis, dass bestimmte Subpopulationen von Tumorzellen oder CAF eine „protektive Nische“ schaffen, die metastatische Zellen vor Therapie und Immunangriff schützt.
  • Potenzial neuer Kombinationstherapien: z. B. Hemmung des Stromas (z. B. durch FAP- oder Hedgehog-Inhibitoren), Immuncheckpoint-Blockade in Kombination mit stromazerstörenden Substanzen oder zielgerichtete Therapien gegen spezifische Resistenzmechanismen.

Die Studie unterstreicht, dass ein reines „one-size-fits-all“-Vorgehen bei PDAC kaum erfolgversprechend ist. Stattdessen gewinnen präzisionsonkologische Ansätze an Bedeutung: molekulare Subtypisierung (klassisch vs. basal-like), Liquid Biopsy zur Detektion von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) und frühe Anpassung der Therapie basierend auf Resistenzmarkern.

Trotz der weiterhin schlechten Prognose bieten die neuen Erkenntnisse Hoffnung auf individualisierte Strategien, die Resistenz umgehen und die Metastasierung verzögern könnten – ein entscheidender Schritt in einem Tumorfeld, in dem Fortschritte seit Jahrzehnten ausblieben.