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Neues Paradigma: Digitale Nano-Plastik-Wissenschaft (DNPS) zu Proteostase-Störungen

Reyd M. Reyed, außerordentlicher Professor an der City for Scientific Research and Technological Applications (SRTA-CITY) in Ägypten, hat ein neues konzeptionelles Rahmenwerk zur Bewertung der Gesundheitsrisiken von Nano- und Mikroplastik vorgestellt. Das White Paper „Digital Nano-Plastic Science (DNPS) Paradigm: Computational Intelligence and Proteostasis Disruptions“ erschien am 8. Februar 2026 auf Zenodo.

Klassische Toxikologie, die sich auf Dosis und Zusammensetzung konzentriert, reicht nach Ansicht des Autors nicht mehr aus, um die Wirkungen von Nanoplastik zu erklären. Diese Partikel durchdringen biologische Barrieren, binden Biomoleküle und stören regulatorische Netzwerke. Reyed schlägt daher vor, Nanoplastik nicht länger nur als passiven Stressor zu betrachten, sondern als „informativen Disruptor“ in selbstorganisierenden biologischen Systemen.

Zentrales Konzept des DNPS-Paradigmas ist der „Proteostatic Stress Continuum“ (PSC). Er beschreibt, wie chronische, subklinische Störungen der Proteostase – also der Aufrechterhaltung korrekt gefalteter Proteine – über lange Zeit still ablaufen, bevor manifeste Erkrankungen entstehen. Das Framework verbindet Proteostase-Biologie, Polybiome-Systemmedizin, Nano-Biointerface-Wissenschaft und KI-gestützte Modellierung.

Reyd führt zudem die Hypothese ein, dass bestimmte Formen des Typ-5-Diabetes mellitus (T5DM) als „Krankheit des synthetischen Zeitalters“ gelten könnten – ausgelöst durch langfristige Nano-Plastik-bedingte Störungen der systemischen Homöostase.

Das Paradigma nutzt Multi-Omics-Daten, digitale Zwillinge und einen „Systemic Risk Score“ (SRS), um von retrospektiver Schadensbewertung zu prädiktiver, vorausschauender Risikosteuerung überzugehen. Es ist in ein One-Health-Konzept eingebettet und soll die „informatorische Integrität“ biologischer Netzwerke erhalten, bevor irreversible Schäden entstehen.

Das White Paper stellt die konzeptionelle, rechnerische und governancebezogene Architektur des Ansatzes vor und steht unter der DOI 10.5281/zenodo.18435353 frei zur Verfügung. Reyed lädt Kolleginnen und Kollegen aus Umweltmedizin, Systembiologie, Mikrobiomforschung und KI-gestützter Medizin zur Diskussion und Zusammenarbeit ein.

Der Originaleitrag wurde auf der Plattform Research Communities by Springer Nature in den Communities für Biomedizinische Forschung und Bioengineering veröffentlicht.