Berlin – Der Hersteller 089Pharm ruft mehrere Chargen des Blutdrucksenkers Ramipril 5 mg in Dosieraerosol-Form zurück. Grund sind Mängel bei der Bruchfestigkeit der Tabletten, die die Zerfallszeit und Wirkstofffreisetzung beeinträchtigen können. Der Rückruf erfolgt auf Großhandels- und Apothekenebene, betrifft jedoch auch Endverbraucher. Betroffene Packungen sollten geprüft und gegebenenfalls in der Apotheke zurückgegeben werden.
Der Rückruf umfasst Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten mit Haltbarkeitsdatum bis einschließlich Juni 2027. Chargen mit späterem Haltbarkeitsdatum (z. B. Oktober 2027) sind nicht betroffen. Die betroffenen Chargennummern (auf der Verpackung als „Charge“ oder „Ch.-B.“ gekennzeichnet) lauten:
100425, 100625, 10125, 10425, 10625, 11024, 110425, 110625, 120425, 130425, 140425, 150425, 160425, 170425, 180425, 190425, 20625, 210425, 220425, 230425, 240425, 250425, 30425, 30625, 40425, 40625, 50425, 50625, 60425, 60625, 70425, 70625, 80425, 80625, 90425, 90625.
Ramipril ist ein ACE-Hemmer und eines der am häufigsten verordneten Medikamente. Es wird vor allem bei Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, chronischer Herzinsuffizienz sowie nach Herzinfarkten eingesetzt. Der Wirkstoff blockiert das Enzym ACE, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt. Dadurch entspannen sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt.
Probleme mit der Bruchfestigkeit können die Auflösungsgeschwindigkeit der Tabletten verändern und somit die Wirkstofffreisetzung beeinflussen. Die Tabletten wirken dann möglicherweise nicht mit der gewohnten Intensität oder Geschwindigkeit. Es liegen jedoch keine Hinweise auf abweichende Inhaltsstoffe oder akute gesundheitliche Gefahren vor. Wer betroffene Tabletten bereits eingenommen hat, muss nicht in Panik geraten, sollte die Packung aber dennoch in der Apotheke zurückgeben.
Bereits im Dezember 2025 gab es einen Rückruf von Ramipril 5 mg wegen ähnlicher Probleme. Die aktuelle Maßnahme ist eine Vorsichtsmaßnahme, um die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten. Patienten mit Fragen sollten ihre Apotheke oder den behandelnden Arzt kontaktieren.
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