Ein Forscherteam des kuwaitischen Gesundheitsministeriums hat erfolgreich die Zerstörung von SARS-CoV-2-Viruspartikeln durch hochfrequente Schallwellen demonstriert. Dies stellt einen vielversprechenden Fortschritt in nicht-pharmakologischen antiviralen Strategien dar. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift
Viruses (MDPI) in einer Studie mit dem Titel „Zerstörung/Inaktivierung des SARS-CoV-2-Virus mittels Ultraschallanregung: Eine Vorstudie“ veröffentlicht.Im Gegensatz zu den meisten früheren Arbeiten, die strukturelle Veränderungen unter dem Elektronenmikroskop dokumentierten, zeigte diese Forschung eine signifikante Reduktion der Viruslast anhand von Ct-Werten (Cycle Threshold) aus PCR-Tests. Dies deutet auf eine funktionelle Inaktivierung des Virus und nicht nur auf eine morphologische Veränderung hin.Höhere Ct-Werte in der PCR lassen auf eine signifikant niedrigere Viruslast schließen und bieten einen messbaren Endpunkt zur Beurteilung der Virusinaktivierung. Obwohl Ct-Werte als direkter Indikator für die Infektiosität Einschränkungen aufweisen, werden Erhöhungen des Ct-Werts in der Virologie als Hinweis auf den Verlust von lebensfähigem Virusmaterial interpretiert.Dr. Almunther Alhasawi, Hauptforscher und Facharzt für Infektionskrankheiten, betonte die Bedeutung der Studie:„Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven im Kampf gegen virale Krankheitserreger, insbesondere angesichts der ständigen Zunahme neuartiger Erkrankungen und der steigenden Resistenz gegen herkömmliche Antibiotika. Der Nachweis der funktionellen Virusinaktivierung durch Schallwellen stellt einen potenziell bahnbrechenden Ansatz dar, der bestehende Therapiestrategien ergänzt.“ DieCo-Betreuerin Dr. Alshimaa Hassan fügte hinzu:„Im Anschluss an diese erste Arbeit werden weitere Studien mit kontrollierten Tiermodellen durchgeführt, um Sicherheit, Wirksamkeit und breitere Anwendbarkeit genauer zu untersuchen.“Die Forschung wurde von der Kuwait Foundation for the Advancement of Sciences (KFAS) gefördert und unterstreicht damit das nationale Engagement für innovative biomedizinische Forschung.Diese ersten Erkenntnisse stützen die Annahme, dass fokussierte akustische Energie als nicht-medikamentöser antiviraler Ansatz dienen könnte, der potenziell auch für andere behüllte Viren sowie zukünftig auftretende Krankheitserreger relevant ist.
