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Adrenalin startet Herz bei innerklinischem Herzstillstand effektiv neu

Eine Studie des St. Olavs Hospital und der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik (NTNU) belegt, dass Adrenalin bei Herzstillstand im Krankenhaus die Chance auf Wiederherstellung des Pulses deutlich erhöht. Die erste Dosis wirkt innerhalb einer Minute und vervielfacht die Erfolgsaussichten.

Bei einem Herzstillstand im Krankenhaus beginnen Mediziner sofort mit kardiopulmonaler Reanimation durch Beatmung und Thoraxkompression sowie dem Anschluss an einen Defibrillator. Reicht dies nicht aus, wird Adrenalin intravenös verabreicht.

Die Wirkung von Adrenalin bei innerklinischem Herzstillstand war bisher nicht eindeutig belegt, obwohl der Wirkstoff seit über 50 Jahren in der Reanimation eingesetzt wird und außerhalb von Krankenhäusern gut dokumentiert ist.

Das Forschungsteam um Anästhesist Anders Norvik analysierte Reanimationsversuche am St. Olavs Hospital. Durch präzise Protokollierung der Adrenalingabe-Zeitpunkte und statistische Auswertung zeigte sich, dass die erste Dosis die Wahrscheinlichkeit für einen wiederkehrenden Puls um das Fünffache steigert.

Weitere Dosen bringen bei ausbleibender Reaktion auf die erste Gabe nur geringen Nutzen. Dieser Befund ist jedoch weniger gesichert.

Die Studie entstand in Kooperation mit den Universitäten Stavanger und dem Baskenland (Bilbao). Die Ergebnisse wurden kürzlich auf der Konferenz des European Resuscitation Council präsentiert und im Fachjournal Resuscitation Plus veröffentlicht.