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Cumulus Neuroscience validiert skalierbare Messung von Neuroplastizität mit EEG

Das Unternehmen Cumulus Neuroscience hat Daten veröffentlicht, die eine niedrigbelastende Methode zur Messung von Neuroplastizität mittels trockener EEG-Sensoren bestätigen. Die Studie zeigt, dass visuelle evozierte Potenziale (VEP) in realen klinischen Umgebungen zuverlässig erfasst werden können und als objektiver Biomarker für Therapien bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems dienen.

Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, Strukturen und Verbindungen anzupassen, etwa bei Lernen, Erholung nach Verletzungen oder Erkrankungen. Defizite spielen eine Rolle bei psychiatrischen und neurodegenerativen Störungen. Bisherige EEG-Methoden waren aufwendig und wenig zuverlässig, was ihren Einsatz in klinischen Studien einschränkte.

Cumulus entwickelte eine kurze VEP-Modulationsmessung mit der NeuLogiq-Plattform, die ein drahtloses Dry-EEG-Headset mit schneller Anbringung nutzt. Ergänzt durch frequenzbasierte Analysen wurde die Methode in Labors und zwei US-Klinikstudien an 50 gesunden Probanden validiert.

Ergebnisse zeigten starke Gruppeneffekte: Die P1-Amplitude stieg nach Modulation an, die N1b-Amplitude sank. Die Test-Retest-Zuverlässigkeit der Wellenformen erreichte Werte vergleichbar mit aufwendigen Labormethoden. Eine Wellenlet-Analyse verbesserte die Zuverlässigkeit der Modulations effekte auf moderate Niveaus.

Das Verfahren reduziert Belastung und Kosten erheblich und eignet sich für multisite-Studien. Es könnte Patientenstratifizierung unterstützen, frühe Wirknachweise für CNS-Medikamente liefern und größere Kohorten ermöglichen. Experten sehen Potenzial, nicht-invasive VEP-Messungen in Studienworkflows zu integrieren und objektive Biomarker für Zielengagement zu gewinnen.

Die Ergebnisse erschienen in Scientific Reports unter dem Titel „A brief visual evoked potential (VEP) modulation assessment of experience-dependent plasticity recorded via wireless dry-EEG headset in Phase-1 clinical units“.

(Quelle: Pressemitteilung von Cumulus Neuroscience vom 6. Januar 2026)