Eine aktuelle Ad-hoc-Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) verdeutlicht abermals Engpässe in der Versorgung kritisch kranker Kinder im Winter. Aufgrund des eklatanten Pflegemangels sowie akuter Krankheitsausfälle des Personals waren am Stichtag nur 65 Prozent der pädiatrischen Intensivbetten überhaupt in Betrieb. Knapp 40 Prozent dieser betreibbaren Betten wurden für Kinder mit schweren RS-Virusverläufen oder anderen saisonal bedingten Infekten benötigt. Insgesamt meldeten die Stationen im Schnitt weniger als ein freies Bett pro Standort.
Die Stichprobe von Anfang Februar bestätigt: 38 der insgesamt 91 rückmeldenden Stationen verfügen über mehr als acht Kinderintensivbetten. Sie würden eigentlich insgesamt 443 Betten stellen können. Aktuell sind es nur 279. Heißt: 37 Prozent der Intensivbetten dort sind gesperrt – im Durchschnitt 2,7 Betten pro Station.
37,2 Prozent dieser Betten waren zum Zeitpunkt der Stichprobe aufgrund von schweren Verläufen akuter Infektionserkrankungen wie RSV und Influenza belegt, in den 53 kleineren Kliniken waren mehr als die Hälfte (57,7 Prozent) der 130 betreibbaren Intensivbetten mit Patienten mit saisonal bedingten Viruserkrankungen belegt.
