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EY benennt acht Gesundheitstrends für 2026

Die Beratungsfirma EY hat acht zentrale Trends vorgestellt, die das Gesundheitswesen im Jahr 2026 und darüber hinaus prägen werden. Die Entwicklung zeigt, dass trotz wirtschaftlicher und regulatorischer Zwänge die Branche verstärkt auf digitale Transformation, KI und neue Talentstrategien setzt.

Die wichtigsten Trends:

  • KI: Klinische Anwendungen dominieren, 88 Prozent der Führungskräfte vertrauen der Technologie. Verantwortungsvolle KI-Regeln und Schutzmaßnahmen für agentische Systeme werden entscheidend, während KI bereits Abrechnungsprozesse bei Kostenträgern beschleunigt und Betrug reduziert.
  • Cybersicherheit: 72 Prozent der Gesundheitsmanager berichten von mittleren bis schweren finanziellen Schäden durch Cyberangriffe. Sicherheit muss als strategischer Enabler statt als Kostentreiber gesehen werden.
  • Fusionen und Übernahmen: Gezielte Zukäufe in ambulanten Bereichen, KI-Technologien und Netzwerkerweiterung stehen im Fokus, trotz strengerer Regulierung und Kapitalengpässe.
  • Finanzielle Nachhaltigkeit: Technologiegestützte Versorgungsmodelle sollen Kosten senken und Effizienz steigern.
  • Offshoring: Klinische Dienstleistungen ins Ausland zu verlagern hilft gegen Personalmangel und steigende Nachfrage nach Telemedizin, birgt aber geopolitische Risiken.
  • Personalentwicklung: Weiterbildung wird entscheidend, um Mitarbeiter auf KI und Cybersicherheit vorzubereiten.
  • Regulatorische Lage: Kürzungen bei staatlichen Programmen wie Medicaid für über zehn Millionen Versicherte zwingen Anbieter und Kostenträger zu neuen Modellen.
  • Drittanbieter: Kooperationen mit externen Dienstleistern steigern Effizienz und Ergebnisse kostengünstiger als Eigenentwicklungen, erfordern aber strengere Prüfung.

Die EY-Gesundheitsexpertin Kim Dalla Torre betonte, dass Kostenträger, Leistungserbringer und Patienten an einem historischen Wendepunkt stehen und jetzt investierte Lösungen langfristig tragfähige Versorgungsmodelle schaffen könnten.