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Gewitter führen zu einem Anstieg der Asthma-Notaufnahmen

Eine neue Studie zeigt, dass Gewitter einen starken Anstieg asthmaassoziierter Notfallaufnahmen auslösen können. Dies unterstreicht die Bedeutung der Gewittervorbereitung für Asthmatiker. Die Forschungsergebnisse werden auf der Jahrestagung 2025 des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) in Orlando vorgestellt.

„Gewitterasthma“ ist international ein gut dokumentiertes Umweltphänomen, doch Studien in den USA, insbesondere in Gebieten mit hohem Pollenflug, sind rar. Laut Weltallergieorganisation gelten Gewitter als Risikofaktor für Asthmaanfälle bei Pollenallergikern.

Forscher analysierten 4.439 Notfallaufnahmen aufgrund von Asthma in drei Krankenhäusern in Wichita, Kansas, im Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2024. Mithilfe meteorologischer Aufzeichnungen identifizierten sie 38 Gewittertage in diesem Zeitraum.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählten:

  • 14 % aller Notfallaufnahmen aufgrund von Asthma (627 Fälle) ereigneten sich an nur 38 Sturmtagen, was lediglich 2 % der Kalendertage im Untersuchungszeitraum ausmachte.
  • Bei Gewittern lag die durchschnittliche Anzahl der Arztbesuche aufgrund von Asthma bei fast 18 pro Tag, im Vergleich zu nur 3 an Tagen ohne Gewitter.
  • Höheres Alter war der einzige demografische Faktor, der mit einem erhöhten Risiko für sturmbedingte Notfallaufnahmen aufgrund von Asthma in Verbindung gebracht wurde. Geschlecht, Ort und ob Patienten stationär aufgenommen oder entlassen wurden, hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Notfallaufnahme während eines Sturms.

„Diese Ergebnisse bestätigen, dass Gewitter auch in den USA ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für Asthmatiker darstellen können“, sagte Dr. Diala Merheb, Hauptautorin der Studie. „Da Gewitter unvorhersehbar sind, sollten Patienten und medizinisches Fachpersonal sturmspezifische Vorsichtsmaßnahmen in ihre Asthma-Aktionspläne aufnehmen.“

Die Forscher weisen darauf hin, dass sturmbedingte Anstiege von Asthmafällen die Notaufnahmen erheblich belasten. Durch das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Gewittern und Asthmaanfällen können Gemeinden und Gesundheitssysteme Vorsorgestrategien entwickeln, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und die Belastung der Krankenhäuser zu verringern.