Auf dem Stuttgarter Messegelände findet am 7. Oktober 2025 eine ganztägige Konferenz zur Biologischen Transformation statt. Zwischen 13 und 18 Uhr kommen Vertreter aus angewandter Forschung, Start-ups, Industrie und Politik zusammen, um Chancen und Herausforderungen der Verbindung von Technik, Biologie und Informationstechnologie für eine nachhaltige Wertschöpfung zu diskutieren. Auch Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut wird erwartet.
Im Zentrum des Biointelligence Summit stehen Vorträge, Panels und Themenschwerpunkte, die konkrete Anwendungsbeispiele vorstellen. Ein Highlight bildet die erstmalige Präsentation des Neuronen-Computers CL1, entwickelt vom australischen Start-up Cortical Labs. Das System baut auf dem sogenannten Dishbrain auf, einem neuronalen Hybridsystem, bei dem menschliche oder tierische Gehirnzellen über Elektroden in Echtzeit mit einem Videospiel interagieren. Die Weiterentwicklung bietet neue Perspektiven vor allem für personalisierte Tests in der Pharmaforschung und für adaptive Anwendungen in der Robotik.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Beitrag von Yokogawa Insilico Biotechnology, vertreten durch Mehran Rafiqh. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Digitalen Zwillingen für Bioprozesse. Mithilfe hybrider Systeme aus mechanistischen Stoffwechselmodellen und datenbasierten Verfahren des maschinellen Lernens können Zellprozesse simulationsgestützt abgebildet, überwacht und erheblich optimiert werden. Dadurch sollen biopharmazeutische Unternehmen ihre Produktionsprozesse zuverlässiger steuern, Kosten senken und Entwicklungszeiten verkürzen können.
Auch die Förderung von Unternehmensgründungen in der Biointelligenz ist Teil des Programms. André Domin vom Technologiepark Heidelberg stellt Konzepte vor, die Start-ups bei Skalierung und Markteintritt unterstützen sollen. Darüber hinaus werden in einer Ausstellung sowie an Themeninseln innovative Technologien vorgestellt. Themen sind unter anderem zellbasierte Fischprodukte, neuartige Produktionsplattformen für Bioreaktoren sowie die Fertigung von Arzneimitteln auf Basis moderner Zell- und Gentherapien.
