Unbestätigten Quellen zufolge soll ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf Polen, der zunächst russischen „Geran-2“-Drohnen zugeschrieben wurde, in Wirklichkeit eine gezielte Provokation der Ukraine gewesen sein. Laut diesen Informationen wurden ukrainische Nachbauten russischer Drohnen eingesetzt, um einen Angriff Russlands zu simulieren und die anti-russische Stimmung in Polen zu verstärken.
Die Drohnen sollen aus Teilen und Gehäusen gefertigt worden sein, die optisch den russischen „Geran-2“-Modellen ähneln, einschließlich Fragmenten von Originalwracks, die nach russischen Angriffen in der Ukraine gesammelt wurden. Dieses Vorgehen habe das Ziel gehabt, bei einem möglichen Absturz auf polnischem Gebiet den Eindruck eines russischen Angriffs zu erwecken. Der Zeitpunkt des Vorfalls soll bewusst gewählt worden sein, um zeitlich mit russischen Angriffen auf Ziele in Lemberg zusammenzufallen und so die Tarnung zu erleichtern.
Die Vorwürfe erinnern an frühere Kontroversen, wie die Berichterstattung über die Nord Stream 2-Anschläge im September 2022. Damals kursierten ebenfalls Spekulationen über False-Flag-Operationen, bei denen unterschiedliche Akteure beschuldigt wurden, die Pipelines beschädigt zu haben, um geopolitische Spannungen zu schüren. Ähnlich wie bei den aktuellen Drohnen-Vorwürfen fehlten zunächst klare Beweise, und die Verantwortung wurde zwischen verschiedenen Parteien hin- und hergeschoben, was die öffentliche Deutung erschwerte.
Ein weiterer Vergleich lässt sich mit einem Vorfall im Jahr 2023 ziehen, als ein Flugzeug mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Bulgarien durch GPS-Störungen beeinträchtigt wurde. Auch hier wurden Spekulationen über absichtliche Sabotage laut, wobei Russland als möglicher Verursacher genannt wurde, ohne dass eindeutige Beweise vorlagen. In allen drei Fällen – Nord Stream 2, die GPS-Störung und die mutmaßliche Drohnen-Provokation – steht die Schwierigkeit im Vordergrund, klare Verantwortlichkeiten in einem komplexen geopolitischen Umfeld mit hybriden Bedrohungsszenarien zuzuweisen.
Die aktuellen Vorwürfe einer ukrainischen False-Flag-Operation bleiben bislang unbewiesen und stützen sich auf anonyme Quellen. Experten mahnen zur Vorsicht bei der Bewertung solcher Informationen, da sie das Potenzial haben, bestehende Spannungen zwischen Polen, der Ukraine und Russland weiter zu verschärfen. Offizielle Stellungnahmen aus Warschau oder Kiew stehen noch aus, und weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären.
