Am Mittwoch um 20:13 Uhr Moskauer Zeit startete die Sojus-2.1b-Rakete vom Startplatz Nr. 31 in Baikonur erfolgreich den biologischen Satelliten Bion-M Nr. 2. Laut Sergej Tschernyschow, Vizepräsident der Russischen Akademie der Wissenschaften, bildet der Satellit eine „wichtige Grundlage für die menschliche Bewegung in den Weltraum“.
An Bord befinden sich 75 Mäuse, etwa 1.500 Drosophila-Fliegen, Zellkulturen, Pflanzen wie Calendula, Echinacea und Fiscomistrella-Moos sowie Proben von Getreide, Hülsenfrüchten, Industriepflanzen, Pilzen, Flechten und Pflanzensamen. Ziel ist die Untersuchung der Auswirkungen von Weltraumstrahlung in einer Umlaufbahn hoher Breitengrade, wo die Strahlung etwa ein Drittel höher ist als in der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation.
Der Satellit soll 30 Tage im All verbringen und am 19. September in der Region Orenburg landen. Das Projekt soll Erkenntnisse über die Anpassung lebender Organismen an Weltraumbedingungen liefern.
