Zum Inhalt springen
Home » Finanzierungsverhandlungen für ambulante Versorgung 2026 ohne Einigung gestartet

Finanzierungsverhandlungen für ambulante Versorgung 2026 ohne Einigung gestartet

Die erste Verhandlungsrunde zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband zur Anhebung des Orientierungswertes für die ambulante Versorgung 2026 endete ergebnislos. Die Positionen der beiden Seiten liegen weit auseinander, kritisierte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Das Angebot der Krankenkassen sei unzureichend und berücksichtige weder die gestiegenen Kosten noch die angespannte Lage der Arztpraxen.

Besonders die Ausgaben für nichtärztliches Personal und ein Inflationsausgleich standen im Fokus der Verhandlungen. Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender, betonte, dass die Gehaltssteigerungen von Oberärzten im Krankenhaus von über sechs Prozent im Vorjahr als Maßstab für den Orientierungswert dienen müssten. Die KBV fordert eine deutliche Erhöhung der Finanzmittel, da Praxen rund 95 Prozent der Behandlungsfälle bei nur 16 Prozent der GKV-Gesamtausgaben abdecken.

Die Verhandlungen folgen einem gesetzlich vorgegebenen Verfahren, bei dem Investitions- und Betriebskosten wie ärztliches Einkommen, Personalkosten, Energie und Miete berücksichtigt werden. Nach vorbereitenden Treffen auf Arbeitsebene setzt der Bewertungsausschuss die Gespräche in der kommenden Woche fort. Gassen wies Forderungen nach einer Nullrunde zurück und betonte die Notwendigkeit, Praxen zu stärken, um eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen.