Heute sprechen wir mit Prof. Winfried Stöcker, einem renommierten deutschen Mediziner und Unternehmer, der durch seine wegweisenden Arbeiten in der Immunologie und Diagnostik bekannt ist. 1987 gründete er das Unternehmen Euroimmun, das er 2017 für 1,2 Milliarden Euro verkaufte. 2013 erwarb er als Investor das Kaufhaus Görlitz und 2016 den Flughafen Lübeck-Blankensee. Stöcker entwickelte einen Antigen-basierten Impfstoff gegen COVID-19, LubecaVax.
LabNews: Herr Prof. Stöcker, bis heute sind bei Vakzinen gegen den COVID-19 – Erreger im europäischen Wirtschaftsraum über 1.261.058 Fälle von Nebenwirkungen, darunter über 12.000 attestierte Todesfälle, aufgetreten. Was ist da schiefgelaufen?
Prof. Stöcker: Der neu in Erscheinung getretene gefährliche Corona-Virus hat sich so schnell ausgebreitet, dass man zügig Gegenmaßnahmen ergreifen musste. Diese stützten sich auf zwei Säulen: Die Ansteckung wurde gebremst und durch Schutzimpfung eine Herdenimmunität hergestellt.
Für die Immunisierung hat man ein modernes gentechnisches Verfahren aufgegriffen, bei dem über eine modifizierte RNA oder über Vektorviren Erbinformation des Virus in den Impfling eingeschleust wird, in dessen Organismus dann Antigene des Erregers hergestellt werden, die das Immunsystem spezifisch aktivieren.
LabNews: Man hat also auf mRNA-Impfstoffe gesetzt, obwohl die Risiken unter Fachleuten bekannt waren?
Prof. Stöcker: Die Risiken waren anfangs kaum bekannt. Dagegen hat man sich von einem neuen Impfprinzip viel versprochen, nämlich dass im Vergleich zu konventionellen Impfungen auf der Basis fertiger Antigene zusätzlich zur Antikörper-Bildung auch eine starke zelluläre Immunität aufgebaut wird. Nicht nur Antikörper-produzierende Zellen werden induziert, sondern es wird auch eine wirksame T-Zell-Immunität aufgebaut, die sich gegen die infizierten Zellen richtet. Man hoffte, dadurch die Infektion schneller zum Stillstand zu bekommen, hat sich aber gehörig verrechnet: Der Organismus hat ähnlich reagiert, wie bei einer (anderen) Infektionskrankheit. Das ist aber vielen der Opfer nicht gut bekommen.
LabNews: Dabei gab es eine ernstzunehmende Alternative. Sie selbst haben mit LubecaVax einen Impfstoff entwickelt und angeboten, der eine altbewährte Technologie nutzte. Was genau war das Prinzip Ihres Vakzins?
Prof. Stöcker: Wir haben eine Antigen-basierte Impfung angewendet, wie sie gegen andere Infektionskrankheiten millionenfach bewährt ist. Mit LubecaVax wurden bei 98% der fachgerecht Geimpften hochtitrige Antikörper gegen Covid-19 erzielt. Ein Bruchteil des Corona-Virus, ein Sechstel der Rezeptor-bindenden Domäne des Covid-19, wurde in der Retorte hergestellt. Zwar auch gentechnisch, aber außerhalb des Körpers. Mit einem Verfahren, das längst weit verbreitet ist und auch in der Pharmakologie überall eingesetzt wird. Das LubecaVax-Antigen ist identisch mit derjenigen Struktur des Virus, mit der er sich an die Endothelzellen des Organismus bindet, um ihn zu infizieren. Die durch die Impfung induzierten Antikörper neutralisieren den Virus: Seine Bindungsstelle wird verdeckt, er kann nicht mehr an Endothelzellen andocken.
LabNews: Konkret?
Prof. Stöcker: Vor dem Verimpfen wird das Antigen mit einem Adiuvans vermischt, dass es funktioniert: Das Antigen wird vom Adiuvans absorbiert und nach der Applikation den B- und T-Lymphocyten präsentiert. Ohne Adiuvans funktioniert die Impfung nicht, das Antigen würde im Organismus so stark verdünnt, dass es vom Immunsystem nicht bemerkt würde. Die Impfung wird innerhalb weniger Wochen zweimal wiederholt, dann wird der Impftiter gemessen. Bei Bedarf wird nachgeimpft. Man muss bei Corona jedes Jahr auffrischen, solange die Pandemie andauert.
Ein Arzt darf sich selbst einen Impfstoff herstellen, indem er ein Antigen und ein Adiuvans miteinander vermischt, und das Gemisch verabreichen. So steht es im Grundgesetz. Niemand darf aber einen (fertigen) Impfstoff verkaufen. Über 100.000 dieser Antigen-basierten Impfungen gegen Covid-19 haben mutige Ärzte in Deutschland und Österreich verabreicht. Viele dieser Ärzte wurden rechtswidrig von einer übergeschnappten Justiz verfolgt.
LabNews: Das PEI tat alles, um Sie an der Durchsetzung des Impfstoffs zu hindern. Wie begründete die Behörde, damals unter Aufsicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Blockade?
Prof. Stöcker: Die Behörde hat keine Begründung vorgelegt, sie hat nur gleich versucht, die Impfung zu verbieten. Man hatte sich bereits auf die genetische Impfung festgelegt und wollte das durchziehen. Man befürchtete, dass die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, durch alternative Angebote sinkt.
LabNews: Uns erscheinen die Entscheidungen des PEI eher politischer Natur. Denn AstraZeneca, für dessen Covid-Vakzine das PEI ja die Hand ins Feuer legte, musste nach schwersten und tödlichen Nebenwirkungen nicht nur die Impfungen einstellen lassen, sondern verlor auch noch die Zulassung für das Vakzin – allerdings erst nachdem Millionen Menschen bereits das Vakzin verabreicht bekamen. Messen EU und PEI mit zweierlei Maß?
Prof. Stöcker: Gott kann man nicht zur Rechenschaft ziehen. Auch nicht den Präsidenten eines Paul-Ehrlich-Instituts, wenn er noch dazu die Protektion des zuständigen Gesundheitsministers besitzt (Maskenhändler Spahn).
LabNews: Wenn wir uns die „Erfolgsstory“ von BioNTechs Comirnaty ansehen, das bekanntlich zur Goldgrube für das Unternehmen an der Goldgrube 12 wurde, fällt uns auf: BioNTech hatte im Frühjahr 2020 rund 210 Millionen Euro Schulden, kaufte aber für rund 300 Millionen die Behringwerke von Novartis Monate bevor eine Zulassung für Comirnaty erfolgte. Die Bundesregierung investierte weitere 375 Millionen in BioNTech. Ist diese Art von Finanzierungen in der Pharmaforschung üblich? Wir kennen da eher das System der Meilenstein-bedingten Zahlungen….
Prof. Stöcker: Ich bin ein Arzt, und in der Zeitung überblättere ich die Sparte Finanzen.
LabNews: Das Zulassungsverfahren für Comirnaty war aus unserer Sicht ebenfalls skurril. Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Medikaments, zu dem man ja die mRNA Vakzine zählen muss, rund 12 bis 15 Jahre. Das sagt jedenfalls der VFA, zu dessen Mitgliedsunternehmen auch Pfizer zählt. Entsprachen die klinischen Studien von BioNTech den üblichen Standards?
Prof. Stöcker: In der Zeit der Not gelten andere Regeln. Wenn einer ertrinkt, werfen Sie ihm den Rettungsring ins Wasser, auch wenn sein TÜV-Stempel abgelaufen ist. Hätte es keine bewährte Antigen-basierte Impfung gegen Covid-19 gegeben, hätte man auch die giftige Biontech-Impfung verabreichen sollen. Dass die Pandemie heute überstanden ist, verdanken wir dieser Schnellzulassung der RNA-Vakzine innerhalb von drei Monaten, sozusagen ungeprüft.
LabNews: Ihre Ausführungen lassen demnach den Schluss zu, dass man die mRNA-Impfstoffe und in erster Linie deren Etablierung am Reißbrett entwarf – und mit Hilfe eines Bundesgesundheitsministers, der Null Ahnung von Medizin und Biochemie hat, durchsetzte?
Prof. Stöcker: Der Gesundheitsminister Spahn ist nicht der einzige in der überstandenen und in der aktuellen Regierung, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte.
LabNews: Glauben Sie daher nicht, dass Sie mit LubecaVax diesen Masterplan bedrohten? Immerhin boten Sie den Impfstoff nicht nur an, sondern verzichteten auf Patentrechte, um ihn global verfügbar machen zu können….
Prof. Stöcker: Ich kenne keinen Masterplan, halte es ab er nicht für ausgeschlossen, dass wir Raubrittern in die Hände geraten sind.
LabNews: Wir haben demnach eher ein Systemproblem?
Prof. Stöcker: Das gibt es erst seit der Kanzlerin Merkel. Ich wünsche mir Zeiten wie bei dem großen Helmut Kohl, ja sogar Gerhard Schröder zurück. Danach ist alles ausgeartet.
LabNews: Seitdem versucht man Sie zu diskreditieren. Höhepunkt bisher war die mediale Resonanz auf Ihre Spende für die AfD. Als unabhängiges US Medienunternehmen können wir die Aufregung nicht ganz nachvollziehen, denn die Partei ist offiziell zugelassen und derzeit die stärkste Kraft in Deutschland. Haben Sie eine Erklärung für die Medienschelte der sogenannten Qualitätsmedien?
Prof. Stöcker: Ich stehe schon seit 2014 in der öffentlichen Kritik, als ich den ungezügelten Zuzug der Dritten Welt unter der schlimmsten Politikerin unserer Zeit Merkel kritisiert habe. Aber für mich zählt nicht die Anerkennung durch eine ungezogene Gesellschaft und durch Nichtskönner, sondern die Freundschaft der Anständigen und Gerechten.
LabNews: Der US-amerikanische Vizepräsident JD Vance hat, ebenso wie der ehemalige DOGE-Leiter Elon Musk, die Medienfreiheit in Deutschland angeprangert. Wenn wir uns Ihre Erfahrungen mit LubecaVax anschauen, stellt sich uns die Frage: Ist auch die freie Wissenschaft in Deutschland bedroht?
Prof. Stöcker: Manche renommierte Zeitung hat sich einem uniformierten Journalismus angepasst, und man möchte manchmal das Fernsehgerät ausschalten, wenn die Nachrichtensprecher und Moderatoren sich den Erwartungen ihrer verblendeten Dienstherren anpassen, um ihren Posten zu behalten. Dagegen sehe ich in der Wissenschaft nicht so viele Veränderungen und Einschränkungen unserer Freiheit.
LabNews: Unsere letzte Frage: Wie sehen Sie die Zukunft Deutschlands?
Prof. Stöcker: Es geht wieder aufwärts! Denn wir kommen jetzt von ganz unten, tiefer können wir nicht sinken!
LabNews: Herr Prof, Stöcker, vielen Dank für dieses Interview.
Die Fragen stelle das LabNews Media LLC -Team
Studienbasierte Hintergrunddaten zu mRNA- und Vektorimpfstoffen gegen SARS-CoV-2
Die Studie des Global Vaccine Data Network, an der 99 Millionen geimpfte Menschen aus acht Ländern teilnahmen, identifizierte mehrere signifikante Sicherheitssignale. Die Studie ergab ein erhöhtes Risiko für akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM) mit einer relativen Inzidenz von 3,74 (95 % KI: 1,02–13,70) und für transversale Myelitis mit einer relativen Inzidenz von 2,49 (95 % KI: 1,07–5,79) im Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Dies entspricht 0,78 Fällen von ADEM pro Million Dosen und 1,82 Fällen von transversaler Myelitis pro Million Dosen.
Eine Analyse des Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) in den Vereinigten Staaten ergab, dass unter 900.522 Meldungen zwischen 2020 und 2022 die häufigsten schwerwiegenden Symptome Kopfschmerzen (15,68 %), Fieber (13,56 %) und Müdigkeit (13,54 %) waren. Bei kardiovaskulären Komplikationen lagen die Raten pro Million Impfungen bei: Myokarditis (4,94), Perikarditis (3,45), Thrombose (8,36), Thrombozytopenie (1,98), Hypertonie (13,70), Arrhythmie (2,22) und Tachykardie (12,45).
In Kanada wurden bei 105.016.456 verabreichten Impfdosen 11.702 schwerwiegende unerwünschte Ereignisse gemeldet (11,1 Meldungen pro 100.000 Dosen). Für die neueren XBB.1.5-Impfstoffe wurden 27 schwerwiegende Ereignisse gemeldet (0,0005 % der Dosen), während bei bivalenten Impfstoffen 261 schwerwiegende Ereignisse auftraten (0,003 % der Dosen).
Europäische Daten bis Dezember 2023 zeigen, dass in den EU-/EWR-Ländern etwa 1 Milliarde Impfdosen verabreicht wurden, wobei 1,7 Millionen Verdachtsfälle von Nebenwirkungen (0,2 Meldungen pro 100 Dosen) und etwa 12.000 Meldungen über tödliche Folgen (0,001 pro 100 Dosen) gemeldet wurden. Bis Mai 2023 wurden nach Impfungen mit AstraZeneca und Janssen rund 900 Fälle von Thrombose mit Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) gemeldet, davon etwa 200 mit tödlichem Ausgang.
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