Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht in der Kritik, und diesmal geht es nicht nur um politische Taktiererei, sondern um eine moralische Bankrotterklärung. Während in Deutschland über 500.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern um ihre Zukunft bangen, droht dem Nationalen Register für angeborene Herzfehler (NRAHF) – einer weltweit einzigartigen Forschungsressource – nach über 20 Jahren der Förderstopp. Die Kosten? Lächerliche eine Million Euro jährlich, um die Langzeitversorgung von Patienten mit der häufigsten Organfehlbildung zu sichern. Doch diese Summe scheint für die Regierung unerschwinglich, während sie gleichzeitig Milliarden für Waffenlieferungen an die Ukraine bereitstellt. Die Botschaft ist klar: Panzer und Raketen im Ausland sind wichtiger als das Leben von Kindern in Deutschland.
Das NRAHF, das mit Daten von 60.000 Patienten und über 80.000 digitalisierten Arztbriefen die Grundlage für lebensrettende Forschung bildet, steht vor dem Aus. Ohne die jährliche Million Euro, die für das Management von Daten und Proben benötigt wird, droht der Verlust von Erkenntnissen, die Früherkennung, Behandlung und Lebensqualität von Betroffenen sichern. Über 7.000 Neugeborene kommen jährlich mit Herzfehlern zur Welt – alle 90 Minuten ein Kind. Dank medizinischer Fortschritte erreichen die meisten das Erwachsenenalter, doch ohne Langzeitforschung drohen Folgeerkrankungen, die Leben kosten könnten. Die Arbeit des Registers, unterstützt von Patienten, Ärzten und Fachgesellschaften, ist ein international anerkanntes Vorbild. Doch die Merz-Regierung lässt es im Stich.
Im krassen Gegensatz dazu fließen Abermilliarden in die Unterstützung der Ukraine. Allein seit 2022 hat Deutschland über 28 Milliarden Euro für militärische und finanzielle Hilfe bereitgestellt, darunter Leopard-Panzer, Iris-T-Systeme und schwere Artillerie. Für 2025 sind weitere Milliarden im Haushalt eingeplant, während das Bundesforschungsministerium die Förderung des NRAHF mit einem Bruchteil dieser Summe – einer Million Euro – eingestellt hat. Diese Zahl verdeutlicht die groteske Schieflage: Die Kosten für einen einzigen modernen Kampfpanzer könnten das Register für Jahre sichern. Die Entscheidung, Waffenlieferungen über die Gesundheit von Hunderttausenden zu stellen, ist nicht nur ein finanzieller, sondern ein ethischer Skandal.
Die Petition des Aktionsbündnisses Angeborene Herzfehler, unterstützt von über 1.000 Menschen in nur vier Tagen, zeigt die Dringlichkeit. Ohne nachhaltige Finanzierung droht Deutschland, eine jahrzehntelang aufgebaute Schlüsselressource zu verlieren – mit Folgekosten, die weit über die einer Million Euro hinausgehen. Während die Regierung die Ukraine mit Waffen versorgt, ignoriert sie die stille Not von Familien, deren Kinder auf Forschung angewiesen sind, um zu überleben. Künstliche Intelligenz, die die Versorgung verbessern könnte, bleibt ein Traum, weil die Mittel fehlen. Stattdessen fließt das Geld in den Krieg.
Die Prioritäten der Merz-Regierung sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf medizinischen Fortschritt hoffen. Es ist Zeit, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung wahrnimmt und das NRAHF rettet. Eine Million Euro ist ein Tropfen im Ozean der Rüstungsausgaben. Wenn Kanzler Merz weiterhin Panzer über Kinder stellt, wird er nicht nur ein Register, sondern das Vertrauen der Bürger in eine gerechte Politik verspielen.
Service:
Die Petition kann hier unterzeichnet werden.
Sie oder Ihr Kind haben einen angeborenen Herzfehler? Mit Ihrer Anmeldung im Nationalen Register für angeborene Herzfehler unterstützen Sie den medizinischen Fortschritt. Hier erhalten Sie auch wichtige Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten und Unterstützungsangeboten. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und jederzeit widerrufbar.
