Zum Inhalt springen
Home » Menschengemachter Klimawandel verstärkt Dengue-Risiko durch hydrometeorologische Bedingungen in Brasilien und China

Menschengemachter Klimawandel verstärkt Dengue-Risiko durch hydrometeorologische Bedingungen in Brasilien und China

Eine neue Studie in der Zeitschrift One Earth zeigt, dass der anthropogene Klimawandel einen erheblichen Anteil am erhöhten Dengue-Risiko durch hydrometeorologische Bedingungen in Brasilien und China hat. Die Forscher um Wenhao Yu und Qi Zhao analysierten Daten von 1981 bis 2020 und fanden heraus, dass 73,6 % des mit dem Palmer Drought Severity Index (PDSI) verbundenen Dengue-Überrisikos in Brasilien und 26,5 % in China auf menschliche Einflüsse zurückzuführen sind. Das Risiko stieg in Brasilien doppelt so schnell wie in China, wobei Urbanisierung die Auswirkungen milderte.

Dengue, eine von Aedes-Mücken übertragene Viruserkrankung, hat sich durch Klimaveränderungen wie höhere Temperaturen, veränderte Niederschläge und Feuchtigkeit weltweit ausgebreitet. Die Studie verglich faktenbasierte Szenarien mit kontrafaktischen (ohne anthropogenen Einfluss) und betont, dass extreme Trockenheit und Feuchtigkeit Brutstätten für Mücken schaffen. In Brasilien (558 Mikroregionen) und China (370 Städte) stieg die Zahl der risikoreichen Monate aufgrund des Klimawandels an, mit stärkerer Urbanisierung als schützender Faktor.

Die Autoren fordern integrierte Klimaschutzmaßnahmen in der Stadtplanung, um Dengue-Epidemien zu verhindern, und heben die Notwendigkeit hervor, anfällige Gebiete priorisiert zu adressieren. Diese Erkenntnisse könnten Gesundheits- und Stadtpolitik in tropischen Regionen prägen, wo Dengue jährlich Millionen betrifft.

Link zum Artikel: Anthropogenic climate change contributes to elevated dengue risk associated with hydrometeorological conditions in Brazil and China