Die Deutsche Krebshilfe hat im Jubiläumsjahr 2024 Einnahmen von rund 181 Millionen Euro erzielt und damit 164 neue Projekte und Initiativen gefördert. Dazu zählen innovative Forschungsprojekte, Aufklärungskampagnen und die Erweiterung des Beratungsangebots. Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender, betonte, dass das Vertrauen der Bevölkerung seit 50 Jahren die Grundlage für diese Erfolge sei. Der Geschäftsbericht 2024 gibt Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Organisation.
Ein Schwerpunkt ist die Förderung onkologischer Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Centers, CCCs) an 26 universitären Standorten, die Krebspatienten auf höchstem Niveau versorgen und zukunftsweisende Forschung betreiben. Das Programm „ONCOnnect“, 2023 gestartet, stärkt die Vernetzung dieser Zentren mit regionalen Krankenhäusern und Praxen. 2024 wurde zudem das Förderprogramm „Modelle für eine optimierte dezentrale onkologische Versorgung“ mit 12 Millionen Euro initiiert, das fünf Netzwerke unterstützt, um durch Kooperationen mit Hausärzten oder digitaler Vernetzung die Versorgung zu verbessern.
Ein neuer Service ist das Verbundprojekt „S.O.O.S. Second Opinion Oncology Service“, das mit 6,8 Millionen Euro einen flächendeckenden Zweitmeinungs-Service aufbaut, um Patienten mehr Sicherheit in ihrer Behandlung zu geben. Zudem adressiert das Programm „Krebs und Armut“ die finanziellen Belastungen von Krebspatienten, um soziale Ungleichheiten zu untersuchen und politische Maßnahmen anzustoßen.
In der Forschung stellte die Deutsche Krebshilfe 60,8 Millionen Euro für Grundlagen-, klinische und Versorgungsforschung bereit, darunter die „Deutsche Allianz Pankreaskarzinom“ zur Bekämpfung des schwer therapierbaren Bauchspeicheldrüsenkrebses. Direkte Hilfe leistete die Organisation durch den Härtefonds, der rund 7.000 Betroffene mit 5 Millionen Euro unterstützte, sowie durch 6 Millionen Euro für Krebs-Selbsthilfeorganisationen. Der Beratungsdienst INFONETZ KREBS verzeichnete etwa 9.700 Anfragen.
Der Geschäftsbericht 2024 mit detaillierten Informationen zu Mittelherkunft und -verwendung ist auf www.krebshilfe.de/geschaeftsbericht verfügbar.
