Zum Welt-Vitiligo-Tag am 25. Juni 2025 beleuchtet das von Incyte unterstützte White Paper des Vitiligo International Patient Organizations Committee (VIPOC) die Versorgungssituation von Menschen mit Vitiligo in Deutschland. Die Analyse zeigt Fortschritte, aber auch erhebliche Defizite in Aufklärung und Behandlung.
In Deutschland leben etwa 650.000 Menschen mit Vitiligo, einer chronischen Autoimmunerkrankung, bei der Pigmentzellen zerstört werden, was zu weißen Hautflecken führt. Besonders betroffene Stellen wie Gesicht und Hände machen die Erkrankung sichtbar und führen oft zu psychischen Belastungen. Rund 65 Prozent der Betroffenen berichten von Depressionen, etwa genauso viele empfinden die Flecken als belastend. Viele verstecken ihre Hautveränderungen aus Angst vor Stigmatisierung, was die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Die Versorgung bleibt lückenhaft: Jeder achte Betroffene nutzt trotz Diagnose keine Behandlung, oft aufgrund fehlender Informationen. Zwar erfolgt die Diagnose meist schnell, doch die weitere Betreuung ist uneinheitlich, und psychologische Unterstützung fehlt häufig, trotz der hohen emotionalen Belastung. Das White Paper betont jedoch, dass wirksame Therapien existieren. Dermatologen können individuelle Behandlungskonzepte entwickeln, doch viele Betroffene sind sich dessen nicht bewusst.
Georg Pliszewski, Vorsitzender des Deutschen Vitiligo-Bundes und VIPOC-Mitglied, fordert mehr Aufklärung, um Stigmatisierung zu bekämpfen und die Erkrankung ernst zu nehmen. Martina Gernet von Incyte unterstreicht das Ziel, Vorurteile abzubauen und Betroffene zu ermutigen, Therapiemöglichkeiten wahrzunehmen. Der Welt-Vitiligo-Tag ruft zu mehr Sichtbarkeit, Information und Unterstützung auf, damit Menschen mit Vitiligo nicht allein gelassen werden.
