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Adipositas erhöht das Risiko für Harninkontinenz

Eine Studie der Universität Jyväskylä, Finnland, zeigt, dass die Körperzusammensetzung bei Frauen mittleren Alters mit Symptomen von Beckenbodenstörungen, insbesondere Belastungsharninkontinenz, zusammenhängt. Größere Fettmasse, vor allem im Taillenbereich und um viszerale Organe, sowie ein höherer Body-Mass-Index (BMI) und Taillenumfang erhöhen das Risiko. Die Ergebnisse stammen aus der ERMA-Studie und ihrer vierjährigen Folgestudie EsmiRs mit 376 Frauen im Alter von 47 bis 55 Jahren.

Über die Hälfte der Teilnehmerinnen berichtete zu Studienbeginn von Beckenbodenstörungen, am häufigsten Belastungsharninkontinenz. Die Körperzusammensetzung wurde mittels Bioelektrischer Impedanz, Röntgenabsorptiometrie und Anthropometrie untersucht. Faktoren wie Gesamtfettmasse, Rumpffettmasse und viszerale Fettfläche standen in Verbindung mit den Symptomen. Östrogenmangel, Gewebealterung, Reproduktionsgeschichte und erhöhter intraabdominaler Druck tragen ebenfalls zu Beckenbodenstörungen bei.

Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung beeinflussen die Körperzusammensetzung, die als modifizierbarer Risikofaktor gilt. Veränderungen der Körperzusammensetzung über vier Jahre hinweg hatten jedoch keinen Einfluss auf die Symptomveränderungen. „Unsere Studie zeigt, dass die aktuelle Körperzusammensetzung mit den aktuellen Symptomen zusammenhängt“, erklärt Doktorandin Mari Kuutti. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung präziser Messmethoden und könnten Ansätze für Prävention und Therapie von Beckenbodenstörungen liefern.

DOI:

0.1097/GME.0000000000002572