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Darmmikroben besiegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine neue internationale Kooperationsstudie deutet darauf hin, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs künftig durch Darmmikroben frühzeitig erkannt werden könnte. Darmmikroben könnten zudem Lösungsansätze für die Therapieentwicklung bieten.

Forscher der HUS, der Universität Helsinki, der Universität Jyväskylä (Finnland) und des Iran haben gemeinsam neue Erkenntnisse über Darmmikroben im Zusammenhang mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gewonnen. Die Forscher analysierten Darmmikroben von finnischen und iranischen Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten und deren gesunden Mitmenschen. Insgesamt nahmen über 180 Personen an der Studie teil. Die Studie ist Teil der Doktorarbeit von Doktorandin Heidelinde Sammallahti an der Universität Helsinki.

Bei den Patienten wurden unabhängig von ihrem geografischen Standort und ihrer ethnischen Herkunft dieselben Darmmikroben gefunden, die mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht werden.

Die Darmflora von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs enthielt deutlich mehr fakultative Pathogene und deutlich weniger nützliche Bakterien als in der gesunden Vergleichsgruppe.

Insbesondere nützliche Bakterien aus der Klasse der Clostridien, wie die Buttersäure produzierenden Lachnospiraceae, Butyricicoccaceae und Ruminococcaceae, waren zurückgegangen.

Zu den Erregern des Bauchspeicheldrüsenkrebses zählen beispielsweise Enterobacteriaceae, Enterococcaceae und Fusobacteriaceae. In der Darmflora von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs waren diese Bakterien vermehrt vorhanden.

DOI:

10.1186/s13099-025-00698-0.