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Schlafapnoe und Adipositas: Warnung vor gesundheitlichen Risiken bei Männern

Bis zu 90 Prozent der Menschen mit Adipositas leiden an obstruktiver Schlafapnoe, einer Erkrankung mit wiederholten Atemaussetzern im Schlaf, die besonders Männer betrifft. Anlässlich der Men’s Health Week (9.–15. Juni 2025) warnen Mediziner vor den gesundheitlichen Folgen und fordern Betroffene auf, Warnzeichen wie lautes Schnarchen und Tagesmüdigkeit ernst zu nehmen. Gewichtsreduktion kann die Symptome deutlich lindern.

Obstruktive Schlafapnoe bleibt oft unerkannt, obwohl sie das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. In Deutschland sind 30 Prozent der Männer von einer behandlungsbedürftigen Schlafapnoe betroffen, doppelt so viele wie Frauen (13 Prozent). Adipositas, definiert als Body-Mass-Index (BMI) ? 30 kg/m², ist der Haupt-Risikofaktor. Fettdepots im Rachenbereich engen die Atemwege ein, was zu nächtlichen Atemaussetzern führt. Diese senken den Sauerstoffgehalt im Blut, erhöhen Blutdruck und Stresshormone und lösen Weckreaktionen aus, die zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und erhöhtem Unfallrisiko führen.

Adipositas betrifft 21 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen in Deutschland. Neben Schlafapnoe steigert sie das Risiko für Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten. Die Standardtherapie für Schlafapnoe ist der kontinuierliche positive Atemwegsdruck (CPAP) mittels Schlafmaske. Eine Gewichtsreduktion kann jedoch den Schweregrad der Erkrankung deutlich verringern, in manchen Fällen sogar die Notwendigkeit einer CPAP-Therapie beseitigen. Neben Ernährungs- und Lebensstiländerungen können medikamentöse Therapien bei BMI über 27 kg/m² den Gewichtsverlust unterstützen.

Mediziner betonen die Notwendigkeit frühzeitiger Diagnostik. Symptome wie starkes Schnarchen, Atemnot im Schlaf oder Tagesmüdigkeit sollten Anlass sein, ein Schlaflabor aufzusuchen. Eine unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich. Betroffene werden aufgefordert, mit Hausärzten über Adipositas und mögliche Schlafapnoe zu sprechen, um durch rechtzeitige Maßnahmen die Lebensqualität zu verbessern und schwerwiegende Folgen zu verhindern.