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Zeitungsbericht: Wichtige Ereignisse in der US-amerikanischen Forschungspolitik (26.–31. Mai 2025)

In der Woche vom 26. bis 31. Mai 2025 wurden folgende Entwicklungen in der US-amerikanischen Forschungspolitik unter der Trump-Regierung von verifizierten Quellen berichtet:

  1. Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit durch Gesundheitsminister Kennedy: Am 29. Mai kündigte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. an, dass öffentlich geförderte Forschung künftig nicht mehr in etablierten Fachzeitschriften, sondern ausschließlich in regierungseigenen Journalen veröffentlicht werden darf. Diese Maßnahme löste weltweite Empörung in der Wissenschaftsgemeinschaft aus, da sie als Eingriff in die wissenschaftliche Unabhängigkeit gewertet wird. Wissenschaftler befürchten Einschränkungen der internationalen Zusammenarbeit und der freien Wissensverbreitung.
  2. Kürzungen in der Klimaforschung: Die Trump-Administration hat die zentrale Datenbank der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zur Dokumentation von Klimakatastrophenkosten eingestellt. Diese Entscheidung, bereits vor dieser Woche bekannt, führte dazu, dass europäische Institutionen und private Akteure wie die Münchner Rückversicherung historische US-Klimadaten sichern. Experten warnen, dass der Verlust aktueller Daten die Risikobewertung für die US-Bevölkerung erschwert und die globale Klimaforschung beeinträchtigt.
  3. Protestbewegung „Stand Up for Science“: Während der Tagung der American Association for the Advancement of Science (AAAS) gründeten Doktoranden die Bewegung „Stand Up for Science“. Diese organisiert Proteste gegen Budgetkürzungen, Entlassungen und politische Einflussnahme in der Wissenschaft. Am 7. März 2025 fanden Demonstrationen in Washington und über 30 weiteren US-Städten statt, und die Bewegung wächst weiter.
  4. Angriffe auf Eliteuniversitäten: Nach einem gescheiterten Verbot ausländischer Studierender an der Harvard-Universität, das im April 2025 von einem Gericht gekippt wurde, erließ die Trump-Regierung in dieser Woche eine Anordnung, die die Vergabe von Visa für ausländische Studierende und Austauschschüler vorerst stoppt. Begründet wurde dies mit Sicherheitsbedenken und Vorwürfen des Antisemitismus. Harvard-Präsident Alan Garber kritisierte die Maßnahme als Angriff auf die akademische Autonomie.

Fazit: Die Maßnahmen der Trump-Regierung, insbesondere die Einschränkung der Publikationsfreiheit und die Kürzungen in der Klimaforschung, stoßen auf breiten Widerstand in der Wissenschaftsgemeinschaft. Die Protestbewegung „Stand Up for Science“ und juristische Gegenmaßnahmen von Universitäten wie Harvard zeigen ein wachsendes Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft. Die Entwicklungen deuten auf eine zunehmende Politisierung der Forschung in den USA hin.