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Sanofi Bridging Summit: Die Zukunft der Immunologie bis 2035

Sanofi treibt Immunoscience-Forschung mit innovativen Technologien voran. Credits: Sanofi Deutschland

Anfang Juni 2025 versammelt der erste Sanofi Bridging Summit zur Immunoscience in Deutschland führende Expert:innen der immunologischen Forschung und Wissenschaftler des Biopharma-Unternehmens Sanofi, um die Entwicklung der Immunwissenschaft bis 2035 zu diskutieren. Die geschlossene Veranstaltung unterstreicht die strategische Bedeutung des signalweggeleiteten Immunoscience-Ansatzes, mit dem Sanofi neue Behandlungs- und Präventionsstrategien für ein breites Spektrum an Erkrankungen entwickelt. Der Fokus liegt auf der Erforschung komplexer Immunmechanismen, moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und innovativer Ansätze wie der Organoid-Technologie, um die Präzisionsmedizin weiter voranzutreiben.

Der Immunscience-Ansatz von Sanofi basiert auf einem tiefgehenden Verständnis der Rolle des Immunsystems bei Gesundheit und Krankheit. Durch die Identifizierung spezifischer Signalwege, die Immunprozesse steuern, entwickelt das Unternehmen Wirkstoffe, die Erkrankungen präziser adressieren. Das Anwendungsspektrum ist vielfältig und umfasst chronisch-entzündliche Erkrankungen der Atemwege, Haut, Gelenke und des Darms, neuroinflammatorische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, autoimmunen Typ-1-Diabetes, seltene Krankheiten und Krebs. Die globale Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline des Unternehmens umfasst derzeit 86 Arzneimittel- und Impfstoffkandidaten, von denen 31 in der späten klinischen Phase 3 oder bei Zulassungsbehörden eingereicht sind. Im Jahr 2024 investierte Sanofi weltweit knapp 18 Prozent seines Umsatzes in die Forschung, ein Anstieg von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die hohe Priorität der wissenschaftlichen Innovation unterstreicht.

Ein zentraler Standort für diese Forschung ist der BioCampus in Frankfurt am Main, der Teil des europäischen Forschungsnetzwerks von Sanofi ist. Mit rund 6.600 Mitarbeitenden deckt der Standort die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis zur Verpackung ab, wobei die Immunologie einen Schwerpunkt bildet. Die Wissenschaftler:innen nutzen modernste Technologien der Präzisionsmedizin, darunter Einzelzell-Analysen, die detaillierte Einblicke in die Funktionen von Immunzellen ermöglichen, und die Organoid-Technologie, bei der dreidimensionale Zellstrukturen aus Stammzellen die biologische Komplexität von Organen nachbilden. Diese Organoide, etwa von Darm, Haut oder Lunge, integrieren Immunzellen, um gewebespezifische Immunantworten zu untersuchen. Künstliche Intelligenz spielt eine Schlüsselrolle, indem sie die Entdeckung von Zielproteinen, das Design von Wirkstoffen und die Erstellung virtueller Patientenpopulationen beschleunigt. Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen es, Zehntausende von Wirkstoffen gleichzeitig zu testen und Molekülstrukturen am Computer zu optimieren, mit dem Ziel, die Entwicklungszeit von Medikamenten, die derzeit etwa 13 Jahre beträgt, signifikant zu verkürzen.

Der Bridging Summit widmet sich wegweisenden Trends, die die Immunologie bis 2035 prägen könnten. Ein zentrales Thema ist die System-Immunologie, ein ganzheitlicher Ansatz, der die Wechselwirkungen zwischen Immunzellen, Geweben und Umweltfaktoren untersucht, anstatt sich auf einzelne Organsysteme zu beschränken. In der Dermatologie stehen Therapien der nächsten Generation im Fokus, die mehrere Signalwege im Entzündungsprozess ansprechen und verschiedene Behandlungsmodalitäten kombinieren, um komplexe immunologische Ursachen von Hauterkrankungen zu adressieren. In der Endokrinologie wird an krankheitsmodifizierenden Therapien geforscht, die Autoimmunkomponenten, etwa bei Typ-1-Diabetes, gezielt beeinflussen. Ein Beispiel ist die Untersuchung des CD40L-Signalwegs, der die Aktivierung und Koordination von Immunantworten steuert. Die Organoid-Technologie wird weiterentwickelt, um präzisere translationale Modelle zu schaffen, die menschliche Immunantworten realitätsnah abbilden. Translationale Forschung, unterstützt durch fortschrittliche Bildgebungstechnologien und Gewebeassays, soll die Lücke zwischen präklinischen und klinischen Studien schließen, indem sie Immunantworten in Echtzeit visualisiert.

Die Veranstaltung bietet eine Plattform für den Austausch zwischen externen Expert:innen und Sanofi-Wissenschaftler:innen, um innovative Ansätze zu fördern und die Immunwissenschaft strategisch weiterzuentwickeln. Der Einsatz von KI wird als entscheidender Faktor hervorgehoben, um die Heterogenität immunologischer Erkrankungen zu entschlüsseln und personalisierte Therapien für eine breitere Patientengruppe zugänglich zu machen. Sanofi verfolgt ambitionierte Ziele, um durch den großflächigen Einsatz von KI die Effizienz und Präzision der Wirkstoffentwicklung zu steigern. Dieser Ansatz spiegelt sich in der Vision wider, die Immunologie nicht nur als Behandlungsmethode, sondern als präventive Strategie zu etablieren, die das Leben von Patient:innen nachhaltig verbessert.

Der Bridging Summit markiert einen wichtigen Schritt, um die Immunologie als zukunftsweisende Disziplin zu positionieren. Durch die Kombination von Grundlagenforschung, modernster Technologie und translationalen Ansätzen strebt Sanofi an, die Behandlung chronischer, autoimmuner und onkologischer Erkrankungen zu revolutionieren. Die Veranstaltung unterstreicht das Engagement des Unternehmens, durch wissenschaftliche Exzellenz und innovative Partnerschaften die Grenzen der Immunwissenschaft zu erweitern. Mit einem klaren Fokus auf Präzisionsmedizin und KI-gestützte Forschung setzt Sanofi Maßstäbe für die Entwicklung neuer Therapien, die bis 2035 die Versorgung von Patient:innen weltweit transformieren könnten.