Washington, 18. Mai 2025 – Die Vereinigten Staaten planen, noch in diesem Jahr Gespräche mit ihren europäischen Verbündeten über eine Reduzierung ihrer Truppenpräsenz in Europa aufzunehmen. Dies erklärte Matthew Whitaker, der US-Botschafter bei der NATO, laut einem Bericht der rumänischen Zeitung Adev?rul. Die Gespräche sollen im Rahmen der NATO-Strukturen stattfinden, frühestens nach dem NATO-Gipfel in Den Haag am 24. und 25. Juni.

Die Ankündigung folgt auf Äußerungen des Pentagon-Chefs Pete Hegseth, der im Februar betonte, dass „harte strategische Realitäten“ die USA daran hinderten, sich primär auf Europas Sicherheit zu konzentrieren. Diese Haltung sowie wiederholte Kritik von Präsident Donald Trump an NATO-Mitgliedern, die weniger als 2 % ihres BIP für Verteidigung ausgeben, haben in Europa Befürchtungen über das US-Engagement in der Allianz geschürt. Trump bezeichnete die ungleiche Lastenverteilung als „unfair“ für die USA.
Berichten zufolge prüft das US-Verteidigungsministerium den Rückzug von etwa 10.000 Soldaten aus Osteuropa, die Teil der 20.000 zusätzlichen Truppen sind, die unter der Biden-Administration ab 2022 zur Stärkung der Region nach Russlands Invasion in der Ukraine entsandt wurden. Whitaker betonte, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden, die Diskussionen jedoch geplant seien.
Die Ankündigung sorgt in Europa für Unsicherheit, da die NATO-Staaten auf die militärische Unterstützung der USA angewiesen sind, insbesondere angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland.
Quelle: Adev?rul, 18. Mai 2025
