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Malaria kann Krebs bei Kindern auslösen

Neue Erkenntnisse zur Rolle von Malaria beim Burkitt-Lymphom.

Eine im Journal of Immunology veröffentlichte Studie hat die Verbindung zwischen Plasmodium falciparum-Malaria und dem Burkitt-Lymphom (BL), der häufigsten Krebserkrankung bei Kindern in Äquatorialafrika und Neuguinea, aufgeklärt. Obwohl der Zusammenhang seit 1958 bekannt ist, war der Mechanismus bisher unklar.

Die Forschung, geleitet von der University of Colorado Anschutz School of Medicine, zeigt, dass P. falciparum-Malaria die Expression des Enzyms AID (aktivierungsinduzierte Cytidin-Desaminase) in B-Zellen erhöht. Dieses Enzym spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von BL, insbesondere durch die MYC-Translokation, eine genetische Mutation, die für BL charakteristisch ist. Blutanalysen von Kindern mit unkomplizierter Malaria im Vergleich zu nicht infizierten Kindern ergaben signifikant höhere AID-Werte, wobei das Enzym voll funktionsfähig war.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Maßnahmen zur Reduzierung der P. falciparum-Malaria die Häufigkeit von BL senken könnten. Die Studie unterstreicht die Bedeutung von AID in der Krebsentstehung und könnte auch für andere Non-Hodgkin-Lymphome relevant sein.

Original Paper:

Sustained activation induced cytidine deaminase (AID) expression in B cells following Plasmodium falciparum malaria infection in Kenyan children | The Journal of Immunology | Oxford Academic