Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine Krankheit, bei der die für die Bewegung notwendigen Nerven zerstört werden. Etwa 30.000 Menschen in den Vereinigten Staaten sind davon betroffen, und die Ärzte wissen immer noch nicht, was sie verursacht. Um die Grundlage für bessere Tests zu schaffen, untersuchen die Forscher der Thomas Jefferson University Phillipe Loher, Eric Londin, PhD, und Isidore Rigoutsos, PhD, mit Hilfe eines computergestützten biologischen Ansatzes, wie ALS Moleküle im Blut beeinflusst.
In einer Studie, die in Molecular Neurobiology veröffentlicht wurde, analysierte das Team Blutproben von etwa 300 Menschen mit und ohne ALS. Die Forschung konzentrierte sich auf kleine nicht-kodierende RNAs (sncRNAs), kurze Moleküle, die zur Regulierung der Genexpression und anderer wichtiger zellulärer Prozesse beitragen. Frühere Arbeiten von Dr. Rigoutsos und seinem Team am Jefferson Computational Medicine Center hatten gezeigt, dass die Parkinson-Krankheit die sncRNA-Spiegel im Blut beeinflusst. Dr. Rigoutsos wollte wissen, ob dies auch für ALS gilt.
Das Team entdeckte, dass Menschen mit ALS im Vergleich zu Menschen ohne ALS unterschiedliche Kombinationen von sncRNAs aufwiesen und dass bestimmte sncRNAs sogar damit in Verbindung standen, wie lange eine Person nach der Diagnose lebte.
Interessanterweise enthüllten die Analysen auch einige sncRNAs, die nicht zum menschlichen Genom gehörten.
