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Schwere Nebenwirkungen bei Immuntherapien

Autoimmunreaktionen gegen ein wichtiges Lungenprotein könnten Lungenentzündungen während Immuntherapien bei Lungenkrebs auslösen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie unter der Leitung der Universitätshautklinik Tübingen und des Kantonsspital St. Gallen. Die Studienergebnisse könnten dazu beitragen, Patientinnen und Patienten zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für diese schwerwiegende Nebenwirkung haben. Daraus könnten sogenannte Biomarker abgeleitet werden, um Ärztinnen und Ärzte dabei zu helfen, Risiken besser zu bewerten und Behandlungen anzupassen. Die Studie wurde im Fachjournal „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine” veröffentlicht.

Obwohl der Einsatz solcher Immuntherapien die Prognose für Betroffene deutlich verbessert hat, ist die Therapie nicht nebenwirkungsfrei. Die Immun-Checkpoint-Inhibitor Therapie kann eine schwerwiegende Lungenentzündung bei bis zu 20 Prozent der betroffenen Patientinnen und Patienten verursachen, deren Gesundheit durch den Lungenkrebs ohnehin schon massiv angegriffen ist. Warum genau manche Betroffene an dieser Nebenwirkung leiden, während andere verschont bleiben, war bisher unklar.


Originalpublikation:
Autoimmunity Against Surfactant Protein B Is Associated with Pneumonitis During Checkpoint Blockade
DOI: https://doi.org/10.1164/rccm.202311-2136OC