Salk-Wissenschaftler beobachten die neuroprotektiven Eigenschaften von Cannabinol bei Fruchtfliegen und identifizieren Cannabinol-Analoga, die als vielversprechende zukünftige Therapeutika für traumatische Hirnverletzungen, Alzheimer und Parkinson dienen könnten.
Jeder zehnte Mensch über 65 entwickelt eine altersbedingte neurologische Erkrankung wie Alzheimer oder Parkinson, doch die Behandlungsmöglichkeiten für diese Bevölkerungsgruppe bleiben spärlich. Wissenschaftler haben begonnen zu untersuchen, ob Cannabinoide – aus der Cannabispflanze gewonnene Verbindungen wie das bekannte THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) – eine Lösung bieten könnten. Ein drittes, weniger bekanntes Cannabinoid namens CBN (Cannabinol) hat kürzlich das Interesse von Forschern geweckt, die damit begonnen haben, das klinische Potenzial der milderen, weniger psychoaktiven Substanz zu untersuchen.
In einer neuen Studie helfen Wissenschaftler des Salk Institute zu erklären, wie CBN das Gehirn vor Alterung und Neurodegeneration schützt, und nutzen ihre Erkenntnisse dann zur Entwicklung potenzieller Therapeutika. Die Forscher entwickelten vier CBN-inspirierte Verbindungen, die neuroprotektiver waren als das Standard-CBN-Molekül – eine davon war hochwirksam bei der Behandlung traumatischer Hirnverletzungen in einem Drosophila- Fruchtfliegenmodell.
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass CBN bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen wie traumatischer Hirnverletzung, Alzheimer-Krankheit und Parkinson-Krankheit vielversprechend ist, und verdeutlichen auch, wie weitere Studien zu den Auswirkungen von CBN auf das Gehirn die Entwicklung von CBN anregen könnten neue Therapien für den klinischen Einsatz.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2213231724001149?via%3Dihub

