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Tumormarker für Patienten beim Hausarzt: Eine Übersicht


Die Biomarkerforschung hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht und spielt heute eine wichtige Rolle in der Krebsdiagnostik und -therapie. Tumormarker sind messbare biologische Merkmale, die Hinweise auf das Vorhandensein, den Verlauf oder das Ansprechen auf eine Behandlung einer Krebserkrankung geben können.

Arten von Krebsbiomarkern:

Genetische Biomarker: Diese Biomarker identifizieren Veränderungen in der DNA oder RNA von Krebszellen. Dazu können Mutationen, Deletionen oder Amplifikationen von Genen gehören.


Proteinexpression: Diese Biomarker messen die Menge bestimmter Proteine, die in Krebszellen oder im Blutkreislauf erhöht oder erniedrigt sein können.


Metaboliten: Diese Biomarker messen bestimmte Chemikalien, die im Blut oder Urin krebskranker Patienten in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen können.


Bildgebende Biomarker: Diese Biomarker verwenden bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), um die Größe, Lage und Funktion von Tumoren zu beurteilen.

Welche Biomarker sind beim Hausarzt verfügbar?

Die Verfügbarkeit von Krebsbiomarkern beim Hausarzt hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der jeweiligen Krebserkrankung, den verfügbaren Diagnosemöglichkeiten und den individuellen Richtlinien der Krankenkassen.

Einige häufig verwendete Krebsbiomarker beim Hausarzt sind:

Prostataspezifisches Antigen (PSA): Dieser Biomarker wird zur Früherkennung und Überwachung von Prostatakrebs eingesetzt.


CA 15-3: Dieser Biomarker wird zur Diagnose und Überwachung von Brustkrebs eingesetzt.


CA 125: Dieser Biomarker wird zur Diagnose und Überwachung von Eierstockkrebs eingesetzt.


CEA (Carcinoembryonales Antigen): Dieser Biomarker kann bei verschiedenen Krebsarten, einschließlich Darm-, Lungen- und Brustkrebs, erhöht sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Bestimmung von Krebsbiomarkern nur ein Teil der Krebsdiagnostik ist.

Der Hausarzt wird in der Regel weitere Untersuchungen durchführen, wie z. B. eine körperliche Untersuchung, Bildgebungsuntersuchungen und Gewebebiopsien, um die Diagnose zu sichern.

Welche Vorteile bieten Krebsbiomarker für Patienten beim Hausarzt?

Früherkennung: Biomarker können dazu beitragen, Krebs früher zu erkennen, wenn die Behandlungschancen am besten sind.


Verbesserte Diagnostik: Biomarker können helfen, den Krebstyp und das Stadium der Erkrankung genauer zu bestimmen.


Personalisierte Behandlung: Biomarker können verwendet werden, um die beste Behandlungsoption für den einzelnen Patienten auszuwählen.


Überwachung des Ansprechens auf die Behandlung: Biomarker können verwendet werden, um zu beurteilen, wie gut ein Patient auf die Behandlung anspricht.

Welche Einschränkungen haben Krebsbiomarker?

Falsch-positive Ergebnisse: Biomarker können manchmal auch bei Patienten erhöht sein, die keinen Krebs haben.


Falsch-negative Ergebnisse: Biomarker können manchmal auch bei Patienten normal sein, die Krebs haben.


Begrenzte Verfügbarkeit: Nicht alle Krebsbiomarker sind für alle Patienten verfügbar.


Hohe Kosten: Die Bestimmung einiger Krebsbiomarker kann teuer sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krebsbiomarker ein wertvolles Werkzeug für die Diagnose, Behandlung und Überwachung von Krebserkrankungen sind.

Der Hausarzt kann Patienten beraten, welche Biomarker für sie geeignet sind und wie die Ergebnisse interpretiert werden können.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Biomarker nur ein Teil des Gesamtbildes sind und immer in Verbindung mit anderen diagnostischen Verfahren betrachtet werden sollten.

Weitere Informationen zum Thema Krebsbiomarker finden Sie auf den folgenden Websites:

* [https://www.krebsgesellschaft.de/](https://www.krebsgesellschaft.de/)
* [https://www.krebsinformationsdienst.de/](https://www.krebsinformationsdienst.de/)
* [https://www.rki.de/EN/Home/homepage_node.html](https://www.rki.de/EN/Home/homepage_node.html)

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