Während US-Präsident Donald Trump die Finanzierung ausländischer Forschungsprojekte faktisch eingestellt hat, bezahlt Deutschland Millionenbeträge an US-amerikanische Forschungseinrichtungen. Für Trump ist das ein Erfolgsmodell: Deutschland finanziert die US-Forschung, amerikanische Steuerzahler werden nicht belastet.
Beispiel CARB-X: Der „Combating Antibiotic-Resistant Bacteria Biopharmaceutical Accelerator“ (CARB-X) ist eine global agierende, gemeinnützige Förderinitiative der Universität Boston, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung innovativer Antibiotika zu beschleunigen und neuartige Therapeutika, Impfstoffe und Diagnostika zur Bekämpfung arzneimittelresistenter bakterieller Infektionen zu entwickeln. Unterstützt werden Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die entsprechende Produkte in frühen Phasen bis hin zur klinischen Phase I entwickeln. CARB-X konzentriert sich dabei auf die gefährlichen Bakterien, die in den Prioritätenlisten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-amerikanischen Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) aufgeführt sind.
Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), fördert CARB-X seit Anfang 2019 und unterstützt auch in der zweiten Förderphase ab 2023 die Partnerschaft mit weiteren rund 40 Mio. EUR.
Insgesamt hat CARB-X seit seiner Gründung rund 400 Millionen US-Dollar in 92 Projekte weltweit investiert und fördert somit die weltweit größte und innovativste Pipeline an präklinischen Produkten und Produkten in der frühen Entwicklungsphase gegen Antibiotika-resistente Infektionen. Unterstützt wird die Arbeit von CARB-X und den darüber geförderten Portfoliofirmen von lokalen Akzeleratoren. Als ein solcher CARB-X-Akzelerator konnte sich das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit seinen Partnern, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), innerhalb des CARB-X Global Accelerator Network (CARB-X GAN) etablieren. https://carb-x.org/
