Am 7. März 2025 wurde in der Zeitschrift Aging ( Aging-US ) ein neuer Forschungsartikel mit dem Titel „ Beschleunigte Alterung im Zusammenhang mit Krebsmerkmalen und -behandlungen bei Brustkrebsüberlebenden “ veröffentlicht.
Unter der Leitung des Erstautors Cong Wang und des korrespondierenden Autors Xiao-Ou Shu von der Vanderbilt University untersucht diese Studie, wie Brustkrebs und seine Behandlungen zu einer beschleunigten Alterung bei Überlebenden beitragen. Ihre Studie ergab, dass Brustkrebspatientinnen im Vergleich zu krebsfreien Personen Anzeichen einer schnelleren biologischen Alterung aufweisen, mit Langzeitfolgen, die bis zu zehn Jahre nach der Diagnose anhalten. Dieses Ergebnis gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich der möglichen dauerhaften Auswirkungen von Krebstherapien auf das Altern und die allgemeine Gesundheit.
Brustkrebs ist eine der weltweit häufigsten Krebsarten bei Frauen und verbesserte Behandlungen führen zu längeren Überlebensraten. Neuere Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass diese Behandlungen auch die Alterung beschleunigen können. In der Studie wurde die phänotypische Altersbeschleunigung (PAA) verwendet, ein biologischer Marker zur Schätzung der Alterungsrate einer Person anhand von Bluttests. Die Forscher verglichen Daten von 1.264 Brustkrebspatientinnen und 429 krebsfreien Kontrollpersonen. Die Ergebnisse zeigten, dass Brustkrebsüberlebende bei der Diagnose einen deutlich höheren PAA-Wert aufwiesen und auch noch bis zu zehn Jahre später Anzeichen einer beschleunigten Alterung zeigten.
„Dies ist die erste große Studie mit einer Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren zur Untersuchung von PAA bei BC-Überlebenden.“
Die Studie ergab, dass der Schweregrad des Tumors eine Rolle bei der Beschleunigung der Alterung spielt. Frauen mit fortgeschrittenen (Stadium III/IV) oder hochgradigen Tumoren zeigten die höchste Alterungsbeschleunigung. Darüber hinaus wurden Behandlungen wie Chemotherapie und endokrine Therapie mit einer beschleunigten biologischen Alterung in Verbindung gebracht. Ein Jahr nach der Diagnose war die Chemotherapie mit dem stärksten Anstieg der PAA verbunden, während die endokrine Therapie Langzeiteffekte hatte und die Alterungsmarker auch zehn Jahre nach der Behandlung noch erhöhte.
Interessanterweise hatten nicht alle Krebsbehandlungen die gleiche Wirkung. Chirurgie und Strahlentherapie waren im Laufe der Zeit mit einer geringeren Alterungsbeschleunigung verbunden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass systemische Therapien, die den gesamten Körper betreffen, möglicherweise stärker zu altersbedingten Veränderungen beitragen als lokale Behandlungen.
