Auf dem Weg in den Süden für den Winter? Das Oropouche-Virus, eine neue Infektionskrankheit, ist bei Reisenden aus Kanada und den Vereinigten Staaten, die Bolivien, Brasilien, Peru und Kuba besucht haben, aufgetreten. Ein im CMAJ (Canadian Medical Association Journal) https://www.cmaj.ca/lookup/doi/10.1503/cmaj.241440 veröffentlichter Artikel gibt einen Überblick über dieses neue Virus.
Ähnlich wie bei Viren wie Dengue und Zika treten beim Oropouche-Virus Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen auf. Die Inkubationszeit beträgt 3-10 Tage, und die Symptome halten 2-7 Tage an und können bei manchen Menschen noch Wochen später wieder auftreten. Das Virus wird durch kleine Stechmücken und einige Moskitos übertragen. Das Tragen langärmeliger Kleidung und die Verwendung von Moskitonetzen und DEET-haltigen Insektenschutzmitteln können helfen, eine Infektion zu verhindern.
Derzeit gibt es keine Impfstoffe oder antiviralen Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung des Oropouche-Virus. Zur Linderung der Symptome wird Paracetamol empfohlen; nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente sollten nicht verwendet werden.
Wie das Zika-Virus kann auch das Oropouche-Virus bei Schwangeren zu Fehlgeburten und Mikrozephalie führen. Angesichts dieser Risiken empfiehlt die kanadische Gesundheitsbehörde, dass Reisende Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Insektenstiche zu vermeiden, und dass Schwangere oder Personen, die eine Schwangerschaft planen, Reisen in Gebiete mit Oropouche-Ausbrüchen verschieben sollten.
