Körperliche Fitness und die Steigerung der Muskelkraft könnten die Sterblichkeitsrate von Krebspatienten um 31% bis 46% senken, so neue Forschungsergebnisse der Edith Cowan University (ECU).
Im Jahr 2022 wurden weltweit rund 20 Millionen neue Krebsfälle und 9,7 Millionen Krebstote gemeldet, wobei Experten davon ausgehen, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten noch verstärken wird.
Der ECU-Doktorand Francesco Bettariga stellte fest, dass körperliche Fitness und Muskelkraft bei gesunden Erwachsenen mit einer 21%igen Verringerung der Gesamtsterblichkeit, einer 15%igen Verringerung der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer 27%igen Verringerung der Sterblichkeit durch chronisch obstruktive Lungenerkrankungen in Verbindung gebracht werden.
Die Forschung von Herrn Bettariga hat ergeben, dass sowohl Muskelkraft als auch kardiorespiratorische Fitness einen signifikanten Einfluss auf die Senkung des Risikos der Gesamtmortalität und der krebsspezifischen Mortalität bei Patienten mit jeder Krebsart und jedem Krebsstadium haben.
„Unsere Forschung ergab, dass jeder von einer höheren Muskelkraft und kardiorespiratorischen Fitness profitieren kann, um die Sterblichkeit zu senken. Aber als wir unsere Untergruppenanalyse durchführten, fanden wir besonders positive Ergebnisse für Patienten mit Lungen- und Verdauungskrebs“, sagte Bettariga.
„Eine Steigerung der Muskelkraft und der kardiorespiratorischen Fitness hat ebenfalls ein erhebliches Potenzial, das Leben von Menschen mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium zu verlängern.“
