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Warum Hirntumore häufig resistent gegen Immuntherapien sind

Forscher entdecken in Immunzellen aus Gliomtumoren vier koordinierte Genexpressionprogramme, darunter zwei, die zu einer Resistenz gegen eine Immuntherapie führen könnten.

Die Immuntherapie hat die Behandlung vieler Krebsarten revolutioniert, doch die Behandlung von Hirntumoren wie Gliomen bleibt besonders schwierig, unter anderem weil sie die Immunreaktionen stark unterdrücken.

Neue Erkenntnisse von Forschern des Broad Institute of MIT und Harvard sowie des Dana-Farber Cancer Institute (DFCI) könnten dazu beitragen, Immuntherapien gegen Hirntumore wirksamer zu machen.

Das Team analysierte fast 200.000 einzelne Immunzellen, sogenannte myeloide Zellen, aus Tumorproben von Patienten mit Gliomen, der häufigsten und aggressivsten Art von primärem Hirnkrebs. In einer neuen Studie in Nature fanden die Forscher vier Genexpressions-„Programme“ – Sätze von Genen mit koordinierter Aktivität –, die das Immunsystem entweder unterdrücken oder aktiver machen. Sie stellten auch fest, dass Patienten, die mit Dexamethason, einem häufigen Medikament für Hirnkrebspatienten, behandelt wurden, Anzeichen eines dieser immunsupprimierenden Programme zeigten, was darauf hindeutet, dass dieses Medikament die Wirksamkeit der Immuntherapie verringern könnte.

Das Team ist der Ansicht, dass die Definition und das Verständnis der Antriebskräfte dieser Programme den Forschern eines Tages dabei helfen könnten, sie mit neuen Medikamenten gezielt anzusprechen und so bestimmte Teile des Immunsystems zu aktivieren oder zu deaktivieren und so die Reaktion der Patienten auf die Immuntherapie zu verbessern.