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Verschreibungen von Ivermectin und Hydroxychloroquin während der COVID-19-Pandemie stiegen deutlich

Wie eine neue Studie unter Leitung der UCLA zeigt, stiegen die ambulanten Verschreibungen von Hydroxychloroquin und Ivermectin zur Behandlung von COVID-19 in den USA im Vergleich vor der Pandemie um das Zwei- bis Zehnfache, obwohl es starke Belege gegen deren Wirksamkeit gibt.

In den dreieinhalb Jahren zwischen dem 30. Januar 2020 und dem 30. Juni 2023 wurden fast drei Millionen COVID-bezogene Rezepte ausgestellt, was geschätzten Ausgaben von insgesamt 272 Millionen Dollar entspricht.

Der Verbrauch war bei Erwachsenen ab 65 Jahren dreimal höher als bei den 18- bis 64-Jährigen. Insbesondere der Verbrauch von Ivermectin war unter Menschen, die in den sozial am stärksten gefährdeten Vierteln lebten, höher und im Süden der USA deutlich höher.

Zu den Ergebnissen gehörten:

Fast drei Millionen COVID-bezogene Rezepte im ambulanten Bereich während des Untersuchungszeitraums, insgesamt 272 Millionen US-Dollar.


Der Einsatz von Hydroxychloroquin erreichte im März 2020 seinen Höhepunkt und lag bei 133 % der Werte vor der Pandemie.


Der Einsatz von Ivermectin nahm im Jahr 2020 und im Laufe des Jahres 2021 sprunghaft zu und erreichte im August 2021 einen mehr als zehnmal höheren Wert als vor der Pandemie.


Nachdem von der FDA zugelassene COVID-19-Medikamente (z. B. Paxlovid) verfügbar wurden, sank der Einsatz von Ivermectin und Hydroxychloroquin im ambulanten Bereich vom 1. März 2022 bis zum 30. Juni 2023 um 93 %.


Von den geschätzten 272 Millionen US-Dollar, die für COVID-19-bezogene Hydroxychloroquin und Ivermectin ausgegeben wurden, wurden etwa 18 Millionen US-Dollar nach März 2022 ausgegeben, als von der FDA zugelassene COVID-Medikamente verfügbar wurden.


Die eingeschränkte Verfügbarkeit von COVID-19-Medikamenten scheint die großen geografischen Unterschiede bei der Verschreibung von Ivermectin, insbesondere im Süden, nicht zu erklären.


https://www.healthaffairs.org/doi/10.1377/hlthaff.2024.00452