Um die Einstellung der Öffentlichkeit zur Pharmakogenetik zu ermitteln, befragte ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Emma Magavern an der Queen Mary University of London in Zusammenarbeit mit dem National Centre for Social Research (NatCen) eine repräsentative Stichprobe britischer Erwachsener. Dr. Magaverns Team arbeitete mit dem NHS England Network of Excellence for Pharmacogenomics and Medicines Optimisation und dem Participant Panel von Genomics England zusammen. Es wurden 2.719 Antworten erhalten (eine Rücklaufquote von 58 %)
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage zählen:
Nur die Hälfte der Teilnehmer wusste, dass Variationen in der DNA die Wirksamkeit oder Nebenwirkungen eines Medikaments vorhersagen können
Menschen, denen Medikamente verschrieben wurden, wollten fast doppelt so häufig einen PGx-Test
Die meisten Menschen (59 %) gaben an, dass sie durch ein Medikament entweder keinen Nutzen oder eine Nebenwirkung verspürten.
Dr. Emma Magavern, NIHR Clinical Academic Dozentin am Queen Mary’s Centre for Clinical Pharmacology and Precision Medicine, die die Studie leitete, sagte: „Diese Umfrage zeigt, dass viele Menschen in Großbritannien das Gefühl haben, Medikamente eingenommen zu haben, die ihnen nicht gut getan haben, und die meisten verstehen, dass Menschen auf dasselbe Medikament unterschiedlich reagieren können. Es gibt breite öffentliche Unterstützung für die Personalisierung von Verschreibungen mit genetischen Informationen und deren Einbeziehung in die nationale klinische Versorgung des NHS, in Zusammenarbeit mit den Patienten und unter Hervorhebung der Schlüsselrolle der Patientenvertretung.“
