Wissenschaftler der Yale University School of Medicine haben in einer bahnbrechenden Studie wichtige Erkenntnisse über das Post-Impf-Syndrom (PVS) nach COVID-19-Impfungen gewonnen. Die Forschungsergebnisse wurden am 18. Februar 2025 veröffentlicht[1].
Die Studie untersuchte 42 Personen mit PVS und 22 gesunde Kontrollpersonen. Die häufigsten Symptome der PVS-Patienten waren übermäßige Müdigkeit (85%), Kribbeln und Taubheitsgefühle (80%) sowie Belastungsintoleranz (80%). Die meisten Betroffenen entwickelten die Symptome innerhalb von 10 Tagen nach der Impfung[1].
Die Wissenschaftler fanden bei PVS-Patienten deutliche Unterschiede im Immunprofil: Sie wiesen weniger zirkulierende Gedächtnis- und Effektor-CD4-T-Zellen auf und zeigten einen Anstieg von TNF-produzierenden CD8-T-Zellen. Zudem hatten sie niedrigere Antikörpertiter gegen das Spike-Protein, was hauptsächlich auf eine geringere Anzahl an Impfdosen zurückzuführen war[1].
Besonders bemerkenswert war der Nachweis erhöhter Mengen zirkulierendes Spike-Protein bei PVS-Patienten – in einigen Fällen bis zu 709 Tage nach der Impfung. Die Forscher fanden auch Hinweise auf eine kürzlich erfolgte Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus bei PVS-Patienten[1].
„Diese Erkenntnisse geben uns wichtige Einblicke in die möglichen biologischen Mechanismen des Post-Impf-Syndroms“, erklärt die Studienleiterin. Die Ergebnisse könnten den Weg für neue diagnostische und therapeutische Ansätze ebnen[1].
Die Autoren betonen, dass COVID-19-Impfungen Millionen von Todesfällen verhindert haben und das PVS eine seltene Komplikation darstellt. Weitere Forschung ist nötig, um die Ergebnisse zu bestätigen und bessere Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln[1].
