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Topisches Mupirocin lindert Lupus-Entzündung

Systemischer Lupus erythematodes, allgemein besser als Lupus bekannt, weist eine Vielzahl von Symptomen auf und bietet Raum für Verbesserungen bei der Behandlung.

Kutaner Lupus erythematodes ist eine häufige Manifestation des systemischen Lupus erythematodes.

Die Erkrankung ist durch Ausschläge an verschiedenen Körperteilen, einschließlich Gesicht und Kopfhaut, sowie Haarausfall und Vernarbung der Haut gekennzeichnet.

Die Ausschläge werden durch eine Entzündung des Immunsystems verursacht, das den Körper bekämpft.

Die Standardbehandlung von Lupus erythematodes kutan besteht in der Gabe von Immunsuppressiva und biologischen Arzneimitteln zur Eindämmung der Entzündung.

Obwohl die Medikamente hilfreich sein können, nehmen viele Patienten mit systemischem Lupus erythematodes bereits eine große Anzahl von Arzneimitteln ein und suchen nach anderen Behandlungsmethoden als Tabletten.

J. Michelle Kahlenberg, MD, Ph.D., Professorin für Innere Medizin in der Abteilung für Rheumatologie der University of Michigan Health, leitete ein Forscherteam, das  eine dieser Alternativen untersuchte, eine topische Behandlung namens Mupirocin .

Diese Studie basierte auf Kahlenbergs früherer Entdeckung, dass Hautausschläge bei Lupus kutaneus häufig mit einem weit verbreiteten Hautbakterium, Staphyloccous areus, auch als  Staphylokokken bekannt ,  besiedelt sind und zur Entzündung der Ausschläge beitragen .

Mupirocin tötet diese Art von Bakterien ab.

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Für die Studie wurden nach dem Zufallsprinzip Patienten mit systemischem Lupus erythematodes ausgewählt, die derzeit an Schüben des kutanen Lupus erythematodes litten. Ihre Hautläsionen wurden mit Mupirocin oder mit einem inaktiven Kontrollpräparat, Vaseline, behandelt.

Anhand von Proben aus der Nase und der verletzten Haut wurden die Häufigkeit von Staphylokokken sowie die Profile der mikrobiellen Gemeinschaften zu Beginn und nach der Behandlung ermittelt.

Gepaarte Proben, die vor der Behandlung mit der topischen Lösung und sieben Tage nach der Behandlung gesammelt wurden, zeigten einen Rückgang des läsionalen Staphylococcus aureus in den mit Mupirocin behandelten Proben.

Wichtig ist, dass mit der Verringerung der Staphylokokken auch eine Verringerung der Entzündungssignale in den Läsionen einherging, darunter auch eine Verringerung der Interferon-gesteuerten Genexpression.

„Zusätzlich zur Verringerung der Entzündung durch die Verringerung des Staphylococcus aureus in den Läsionen senkte die Mupirocin-Behandlung auch die Monozytenwerte in der Haut, die bei der Entstehung von Lupus kutaneus eine wichtige Rolle spielen“, sagte Kahlenberg.

Mupirocin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Diese frühe Studie zeigte zwar Anzeichen einer Entzündungslinderung, war jedoch nicht darauf angelegt, zu prüfen, ob das Medikament den Ausschlag bei Lupus erythematodes kutaneus lindern kann.