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Neue Studie: Karotten helfen bei Typ-2-Diabetes

Könnte eine gewöhnliche Karotte die Behandlung von Typ-2-Diabetes verbessern? Eine neue Studie der SDU legt dies nahe. Die Forscher fanden heraus, dass Karotten die Fähigkeit des Körpers zur Regulierung des Blutzuckers verbessern und die Zusammensetzung der Darmbakterien positiv beeinflussen können.

Weltweit leiden Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes, und die Zahl der Fälle steigt in Dänemark und weltweit. Allein in Dänemark hat sich die Zahl der Fälle seit 1996 mehr als vervierfacht.

Die Behandlung umfasst in der Regel Ernährungsumstellungen und Medikamente, obwohl viele Menschen Nebenwirkungen von gängigen Medikamenten haben. Laut Forschern der SDU, des Universitätskrankenhauses Odense und der Universität Kopenhagen, die an der kürzlich veröffentlichten Studie mitgearbeitet haben, könnten Karotten eine natürliche und möglicherweise nebenwirkungsfreie Möglichkeit darstellen, bestehende Behandlungen zu ergänzen.

Der Einfluss von Karotten auf Blutzucker und Darmbakterien
Forscher untersuchten die Wirkung von Karotten über 16 Wochen an Mäusen, bei denen Typ-2-Diabetes diagnostiziert wurde. Die Mäuse wurden auf eine fettreiche Diät gesetzt, um einen ungesunden menschlichen Lebensstil nachzuahmen. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine erhielt eine Diät, die mit 10 % gefriergetrocknetem Karottenpulver ergänzt wurde, während die andere eine Diät ohne Karotten erhielt. Beide Diäten waren kalorienangepasst, sodass die einzige Variable die bioaktiven Verbindungen in den Karotten waren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe, die Karottenpulver erhielt, eine verbesserte Blutzuckerregulierung aufwies, gemessen durch Glukosetoleranztests.

Ein Glukosetoleranztest misst, wie gut der Körper den Blutzucker nach dem Verzehr einer bestimmten Menge Zucker reguliert. In dieser Studie wurde Mäusen eine Zuckerlösung verabreicht und ihr Blutzuckerspiegel im Laufe der Zeit gemessen.

– Unsere Studie hat gezeigt, dass Karotten die Zusammensetzung des Darmmikrobioms verändern – der Milliarden von Mikroorganismen, die im Darm leben und eine entscheidende Rolle bei der Verdauung und Gesundheit spielen. Mäuse, die Karotten fressen, wiesen ein gesünderes Gleichgewicht der Darmbakterien auf, erklärt Projektkoordinator Morten Kobæk Larsen, außerordentlicher Professor am Department of Clinical Research der SDU.

Darüber hinaus hatten diese Mäuse mehr Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) produzieren. Diese kleinen Moleküle, die entstehen, wenn Bakterien Ballaststoffe abbauen, helfen bei der Regulierung des Energiestoffwechsels und des Blutzuckers und unterstützen die Darmgesundheit.