90 Prozent aller Krebstodesfälle sind auf die Ausbreitung des Krebses zurückzuführen und nicht auf Komplikationen des ursprünglichen Tumors. Seit über 50 Jahren versuchen Wissenschaftler daher herauszufinden, welche bösartigen Mutationen im Tumor es bösartigen Zellen ermöglichen, sich vom Primärtumor abzulösen und über den Blutkreislauf und das Lymphsystem in den Körper zu wandern, um dort Metastasen zu bilden.
Doch neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein alternativer Mechanismus übersehen wurde: Die schwer fassbaren Mutationen, die die Metastasierung auslösen, entwickeln sich möglicherweise nicht in der verdrehten DNA der Tumore selbst, sondern in der normalen, geerbten DNA des Patienten. Die in Cell veröffentlichten Ergebnisse liefern den ersten Beweis für eine genetische Prädisposition für die Metastasierung von Brustkrebs mit weitreichenden klinischen Auswirkungen – darunter eine mögliche Therapie, die dies verhindern könnte.

Credits:
Elizabeth und Vincent Meyer Labor für Systemkrebsbiologie an der Rockefeller University
DOI
10.1016/j.cell.2024.11.009

