Halbflüchtige organische Verbindungen (SVOC) sind in Baumaterialien und Konsumgütern wie Teppichen, Möbeln und Elektronik enthalten. Gase, die von diesen Chemikalien in Wohnungen, Büros und Schulen freigesetzt werden, stellen ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit dar, z. B. Krebs, Fortpflanzungsstörungen und Schädigungen des Nervensystems;
Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung der Innenraumluft in High Schools in Zentraltexas hat ergeben, dass zwei Gruppen von SVOC, nämlich Phthalate und PBDE, in der Umgebung von High Schools weit verbreitet sind. Die Forschungsergebnisse werden Anfang Dezember auf der Jahrestagung der Society for Risk Analysis in Austin, Texas, vorgestellt;
Gymnasiasten, die sich in einer kritischen Wachstums- und Entwicklungsphase befinden, die sich beispielsweise auf das Gedächtnis und das Verhalten auswirkt, sind möglicherweise anfällig für die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von SVOCs. Bislang wurden jedoch nur wenige Untersuchungen zur Überwachung von SVOC in Schulumgebungen durchgeführt;
Forscher der University of Oklahoma sammelten und analysierten Proben von abgelagertem Staub, HLK-Filterstaub und Innenraumluft in sieben High Schools in vier verschiedenen Zeiträumen von 2015 bis 2017. Sie untersuchten 42 SVOCs – darunter Phthalate, PBDEs, OPFRs und Pestizide – mithilfe von Gaschromatographie und Massenspektrometrie, um die genauen Mengen zu messen. In ihrer Studie untersuchten sie Korrelationen zwischen SVOC-Konzentrationen in verschiedenen Medien und bewerteten den Einfluss von Gebäudemerkmalen, wie z. B. der Art des Bodenbelags und der Art des Klassenzimmers (fest oder mobil), sowie von jahreszeitlichen Schwankungen.
OPFR wiesen höhere Konzentrationen in Klassenzimmern mit Teppichboden auf, während PBDE in Computerklassenzimmern häufiger vorkamen. Tragbare Klassenzimmer wiesen höhere SVOC-Konzentrationen auf als feste Klassenzimmer. Die saisonalen Schwankungen waren signifikant, mit höheren SVOC-Konzentrationen im abgelagerten Staub während der kälteren Jahreszeiten;
„Diese Ergebnisse verdeutlichen das Vorhandensein potenziell schädlicher Chemikalien in Räumen, in denen Schüler und Lehrkräfte viel Zeit verbringen, und unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Verringerung der Exposition in Schulumgebungen“, so die Hauptautorin Hongwan (Melody) Li, Assistenzprofessorin am Hudson College of Public Health der University of Oklahoma.
